Unter 20 Euro

Café Leopold

Nach der Wasserbar hat nun auch das Café Leopold im oberen Bereich des Museums geöffnet. Gekocht wird asiatisch, ein bisschen österreichisch und sehr mild.

Café Leopold
Café Leopold
Café Leopold – (c) Café Leopold

"Ah, das heißt jetzt Ramien und nicht mehr Café Leopold", sagt eine Dame angesichts des Aufdrucks auf der roten Speisekarte, die ihr der freundliche Kellner in die Hand drückt. Ganz stimmt das zwar nicht, ein Fünkchen Wahrheit ist aber durchaus dabei.

Während das Café Leopold im Hof, also bei der Wasserbar, wie es hier genannt wird, schon seit Mai offen hat, hat nun diese Woche auch das Restaurant im oberen Bereich des Leopold-Museums wieder geöffnet. Übernommen haben bekanntlich jene Herren, die auch das Ramien und das Shanghai Tan betrieben. Geboten wird deshalb asiatische und auch ein bisschen österreichische Küche.

Das Lokal selbst wurde nicht allzu stark verändert. An der Decke hängen je ein riesiges Dreieck, ein Viereck und ein Kreis in Rot, Blau und Grün, die für eine etwas kühle Atmosphäre sorgen. Im hinteren Teil erinnern ein paar rote Lampions an die Stammhäuser in der Gumpendorfer Straße. Der frühere Wintergarten wurde abgebaut, dafür gibt es jetzt auch direkt vor dem Restaurant einen Gastgarten, was derzeit durchaus praktisch ist. Drinnen will angesichts des Wetters kaum jemand Platz nehmen. Im Winter soll daraus wieder ein Glaskobel werden. Dass noch nicht alles so umgesetzt ist wie geplant, ist verständlich. Immerhin haben die Betreiber recht kurzfristig übernommen.

Auf der Speisekarte steht allerlei Asiatisches: Suhsi-Sets, Maki-Rollen, Gyoza, Poke Bowls, Reisschalen, Currys, aber auch Pasta und ein paar heimische Klassiker wie Schnitzel. Dazu gibt es eine aktuelle Wochenkarte. Die vietnamesische Fischsuppe (4,80 Euro) schmeckt allzu sehr nach süßlichen Tomaten, dafür sind die Fischstücke etwas trocken. Die Sommerrollen (5,80 Euro) sind hingegen tadellos. Auch die Reisschale mit rohem Lachs, Salat und Sesamsauce (10,50 Euro) ist durchaus fein. Das asiatische Rindsgulasch (13,60 Euro) hat sehr viel, sehr mürbes Fleisch zu bieten. Ein bisschen mehr Pep in der Sauce könnte nicht schaden. Das lässt sich aber durchaus noch als Startschwierigkeit verbuchen.


Café Leopold: Museumsplatz 1, 1070 Wien, tägl. 10–02 Uhr, ✆ 01/522 23 91, www.cafeleopold.wien

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.06.2017)

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