Unter 20 Euro

Figar Bao Bun

Die asiatische Burger-Variante mit gedämpften Germteigtaschen gibt es nun auch im Figar Bao Bun in der Margaretenstraße. Ein bisschen mehr Würze wäre fein.

Figar Bao Bun: Margaretenstraße 11.
Figar Bao Bun: Margaretenstraße 11.
Figar Bao Bun: Margaretenstraße 11. – (c) Stanislav Jenis

Ein Drittes fehlt noch, dann könnte man schon von einem Trend sprechen. Während sich in Berlin das asiatische, Burger-ähnliche Streetfood namens Bao schon stark verbreitet hat, gibt es hierzulande noch wenige Anbieter. Was verwundert, denn irgendwie ist Bao die asiatische, leichtere Variante des Burgers. Statt des klassischen Brioche-Buns werden hier allerlei Zutaten in eine gedämpfte Germteigflade gelegt, die wunderbar bekömmlich ist. Den Auftakt hat in Wien im Vorjahr die Bao Bar in der Zollergasse gemacht. Jetzt werden auch auf der Margaretenstraße/Ecke Schleifmühlgasse Bao Buns angeboten. Gleich neben dem Figar, in dem man sich neben Frühstück auf die eher klassischen Burger spezialisiert hat, hat mit dem Figar Bao Bun eine sehr kleine Imbissstube eröffnet. Das Lokal selbst wirkt hip und recht dunkel: graue Wände, zwei Holztische mit ein paar Hockern beziehungsweise einer schmalen Bank, eine Tafel über der Theke, die die Speisen anpreist, und ein paar verspiegelte Platten an den Wänden.

Angeboten werden die Baos zu zwei oder drei Stück (7 bzw. 9 Euro), dazu gibt es einige Salate, hausgemachte Pommes und ein paar Getränke (Pona-Säfte, Makava, 100 Blumen Bier, Schremser Kellerpils und Tegernseer). Drei Stück lassen sich auch bei mäßigem Hunger locker verdrücken. Besonders empfohlen sei hier der Burger Bun mit Rinderfaschiertem, Salatherzen, Frühlingszwiebeln und angenehm würziger Tomaten-Chili-Sauce. Auch der Chicken-Spieße-Bun mit Freilandhuhn, Belugalinsen, Frühlingszwiebeln und Teriyaki-Sauce ist ein feiner Happen. Sonst gibt es die Brötchen noch mit Lachs, Hüfsteak vom Hödl, Crispy Chicken oder Seitan. Alles nicht schlecht, aber von der sehr milden, teils langweiligen Sorte. Der Bao selbst ist schon sehr mild, da hätten die jeweiligen Füllungen durchaus mehr Würze vertragen. Auch die Salate, etwa Babyblattspinat mit Avocado, Sesam und Miso (4,50 Euro) sind eher brav. Damit sich der Bao-Hype auch bei uns einstellt, müsste man da wohl etwas nachwürzen.

Figar Bao Bun: Margaretenstraße 11, 1040 Wien, Mo bis So 11.30–22.30 Uhr, www.figar.net

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.07.2017)

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