Unter 20 Euro

Gasthof Jakober

Während des Europäischen Forums Alpbach ist der Gasthof Jakober eine zentrale Adresse. Zum Essen, zum abendlichen Trinken und für das gesellschaftliche Leben.

Gasthof Jakober
Gasthof Jakober
Im Zentrum von Alpbach: Der Gasthof Jakober – Erich Kocina

Allzu lang suchen muss man in Alpbach ohnehin kaum nach etwas. In der Regel sind es nur ein paar Gehminuten. Bei der Suche nach einem Platz zum Essen stößt man dabei geradezu zwangsläufig auf den Gasthof Jakober, bildet er doch mit Kirche, Gemeindeamt und dem Hotel Böglerhof quasi das Zentrum des Tiroler Bergdorfs. Mit gutem Blick auf alle, die die Kurve hinauf in Richtung Congress Centrum nehmen – und auf die freitäglichen Platzkonzerte der Bundesmusikkapelle Alpbach auf dem Kirchplatz. Vor allem während der Politischen Gespräche im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach mutiert der Gastgarten auch zu einer Expositur des österreichischen politischen Lebens – wenn sich etwa ein Staatssekretär in Lederhose seinem Mittagessen widmet, der Landwirtschaftsminister abends mit Stipendiaten Tiroler Heimatlieder anstimmt oder der Außenminister auf seinen Geburtstag anstößt. Auch sonst gibt es kaum einen Abend, an dem der Jakober nicht zumindest einmal kurz angesteuert wird – nicht zuletzt, weil der Gasthof dann auch seine zweite Rolle als Bar überstreift. Eine Bar, die sich an starken Abenden bis zum Kirchplatz ausdehnt.

Beim Essen positioniert man sich zwischen bodenständiger und gehobener Küche. Da stehen dann etwa Rindscarpaccio (11,90 Euro) und Mozzarella di Bufala (9,80 Euro) neben Käsepressknödelsuppe (4,20 Euro – und ja, sie ist tatsächlich auf Hochdeutsch angeschrieben) und Wiener Schnitzel vom Landschwein (13,50 Euro). Für Tagesbesucher, die nur einmal hier essen, empfiehlt sich ein Blick auf die traditionellen Hauptgerichte. Die Alpbacher Käsespätzle (10,90 Euro) mit Röstzwiebel und Blattsalat sind ausgiebig und gut. Das Tiroler Gröstl (10,90 Euro) ist deftig – derzeit lohnt sich auch der Griff zum saisonalen Eierschwammerlgröstl (12,50 Euro), serviert in der Gusseisenpfanne. Wer es weniger bodenständig mag, kann etwa zum Deluxe-Burger (23,80 Euro) greifen. Als Geheimtipp für das Dessert: Topfenstrudel (3,90 Euro) geht immer – manche sagen, er sei „zum Hineinlegen“.


Gasthof Jakober: 169, 6236 Alpbach, ✆ 05336/5171, www.gasthof-jakober.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.08.2017)

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