Unter 20 Euro

Grüner Schatten

Hausmannskost aus Bangladesch, köstliches Sauerkraut und einen Minishop gibt es in dem kleinen Lokal Grüner Schatten in der Lustkandlgasse.

Grüner Schatten
Grüner Schatten
Grüner Schatten – (c) Stanislav Jenis

Es gibt Küchen, die in Wien so gut wie gar nicht vertreten sind. Jene aus Bangladesch zum Beispiel. Gut, man findet sie manchmal in indischen Restaurants und für den eingefleischten Wiener ist es ohnehin schwierig, diese beiden Küchen zu unterscheiden. Mittlerweile gibt es aber auch in Wien die Möglichkeit, ebendiese zu verkosten.

Seit Mai des Vorjahres betreiben Mahmud Howlader und Margareta Schießwohl, die beide zuvor im Café Möbel tätig waren, das kleine Lokal Grüner Schatten. „Gutes Essen, Imbiss und Greißlerei“, steht nun auf dem Schaufenster in der Lustkandlgasse geschrieben, darunter werden „bangladeschische Hausmannskost und österreichische Schmankerln“ angeboten. Allein das macht schon neugierig.

Groß ist das Lokal nicht. „Man muss bei uns auch ein bisschen arbeiten“, sagt Schießwohl. So schlimm ist es aber nicht, die „Arbeit“ hält sich in Grenzen. Es gibt hier keine Speisekarte, stattdessen begibt man sich zur Budel und wählt ein paar der kleinen Schälchen, die hier in einer Kühlvitrine auf das Aufwärmen warten. Das schade dem Essen nicht, erklärt Schießwohl, vielmehr werde es dadurch intensiver, wie bei einem Eintopf. Die Portionen sind so klein, dass man sich leicht durch alles durchkosten kann, was hier durchaus zu empfehlen ist. Es gibt hier Schälchen mit köstlichen Fleischbällchen in Limetten-Kokos-Sauce, Hühnercurry, Rindsragout bengalischer Art, geschmorten Kohlsprossen, breiten Bohnen, Melanzani oder aber gar nicht deftigem Sauerkraut. Die Portionen sind klein und günstig. Die Gemüseschälchen kommen auf zwei Euro, die Fleischgerichte auf drei Euro, einzig die Fleischbällchen sind mit 5,50 Euro etwas teurer. Dazu gibt es Basmatireis oder feines Rotifladenbrot. Alles sehr mild gewürzt, Herr Howlader bringt aber gern etwas Chili. Außerdem gibt es ein paar Desserts (Mangolassi, Milchreis, Dattel-Nuss-Kuchen oder eine Schokobombe), Tees, ein paar Erfrischungen und eine kleine Ecke, in der Gewürze, Getränke, aber auch Taschentücher verkauft werden. Sehr nett.

Grüner Schatten: 9., Lustkandlgasse 48, So–Fr: 12–22 Uhr, ✆ 0677/618 326 28, www.gruenerschatten.at

diepresse.com/essen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.01.2018)

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