Avantgarde-Restaurant "El Bulli" wird gemeinnützige Stiftung

Der Starkoch Ferran Adria plant eine neue "Denkfabrik der gastronomischen Kreativität" anstelle seines legendären Restaurants "El Bulli". Es wurde viermal in Folge zum "besten Restaurant der Welt" gekürt.

Ferran Adria
Ferran Adria
(c) AP (Bernat Armangue)

Der spanische Starkoch Ferran Adria hat das Geheimnis um die Zukunft seines legendären Restaurants "El Bulli" gelüftet: Der Gourmettempel werde nach zwei Jahren Schließung 2014 in eine "private und gemeinnützige Stiftung für alle Liebhaber der Avantgarde-Gastronomie" umgewandelt, sagte Adria am Montag, den 22. Februar, im nordwestspanischen Santiago de Compostela.

Talentschmiede für kreative Köche

Diese Stiftung werde 20 bis 25 Stipendien pro Jahr an Köche und anderes Restaurantpersonal vergeben, die mit dem "kreativen Team" der Stiftung zusammenarbeiten sollten und äußerst sorgfältig ausgesucht werden würden. Die Stiftung sei für Köche, Sommeliers, Gastronomen und "kreative Denker" gedacht und solle eine "Talentschmiede für neue Ideen und neue Talente" sein, erläuterte Adria bei einer Gastro-Messe. "Wir wollen, dass sie eine Denkfabrik für kreative Gastronomie wird." Die kulinarischen Kreationen könnten ab 2014 jedes Jahr in einer bestimmten Zeit von einer festgelegten Zahl von Gästen probiert werden, kündigte der 47-Jährige an.

Das "beste Restaurant der Welt" macht zu

Vergangenen Monat hatte Adria mit seiner Ankündigung für Aufsehen gesorgt, das "El Bulli" 2012 und 2013 für zwei Jahre zu schließen. Was aus dem Restaurant werden sollte, verriet er zunächst nicht. Die renommierte britische Gastronomie-Fachzeitschrift "Restaurant Magazine" kürte das Restaurant viermal in Folge zum "besten Restaurant der Welt". Der in der Nähe von Rosas in Katalonien gelegene Gourmettempel begeistert regelmäßig Kritiker und Fans der Avantgarde-Küche aus der ganzen Welt und hat drei Michelin-Sterne.

(Ag.)

Kommentar zu Artikel:

Avantgarde-Restaurant "El Bulli" wird gemeinnützige Stiftung

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen