Rembetiko

Die Copa Cagrana heißt jetzt Copa Beach. Neben neuen Food Trucks und Containerbars sind auch ein paar Klassiker, wie das griechische Rembetiko, geblieben.

Rembetiko
Rembetiko
Rembetiko – (c) Fürthner/PID

Den Mensch zieht es ans Wasser. Irgendwo dürfte in uns eine Verbindung abgespeichert sein, die sich selbst von großen Betonflächen und hohem Verkehrsaufkommen nicht aufhalten lässt. Das lässt sich seit Jahren am Donaukanal beobachten, der zur inoffizielle Sommerflaniermeile für Hipster und Bobos geworden ist. Die Donauinsel hingegen gibt es nicht nur länger, sie bietet auch mehr Wasser und weniger Verkehrslärm. Bei der Copa Cagrana hat sich in jüngster Zeit einiges getan. Sie heißt jetzt Copa Beach und erinnert mit den Containerbars und Food Trucks ein bisschen an den Donaukanal.

Wobei nicht alles neu ist am Copa Beach. Neben den Le Burger, Stoli Mule Bar, Trześniewski Beach Bar, Wienerweißweinwunderbar, Brazil Beach Bar oder Riverbar 69, die alle aus dem Container bedienen, sind auch ein paar alte Hasen geblieben. Das mexikanische Mar y Sol und das griechische Rembetiko gibt es hier schon lang, sie haben nur ein neues Häuschen bekommen. Spaziert man hier die Promenade entlang, stellt sich sehr schnell Urlaubsfeeling ein. Wohl auch, weil man einfach ins Wasser springen kann, um zu schwimmen. Und sich danach zum Beispiel im Rembetiko niederlassen kann. Das hat seine Stammgäste behalten, ebenso wie die Anzugträger, die der nahen Uno-City entflohen sind. Wer sich zwischen mexikanischer und griechischer Küche nicht entscheiden kann, ist hier richtig: Es gibt auch die Speisen des Nachbarlokals, von Burritos über Pasta bis zu (vermeidlichen) griechischen Klassikern. Kulinarische Offenbarungen braucht man sich hier nicht zu erwarten, aber ganz passable Küche. Die kalte Vorspeisenplatte (6,90 Euro) bietet neben Zaziki und Hummus allerlei Streichbares. Das Pitabrot ist fein mit Rosmarin gewürzt. Das Thunfischsteak (16,50 Euro) ist ein ordentliches, nur leicht trockenes Stück mit allerlei Beilagen, die das Ganze aufpeppen. Der Rembetiko-Mix-Teller erinnert an Geschnetzeltes vom Asiaten und ist etwas überteuert (15,80Euro). Um den Abend bei einem kühlen Bier oder griechischen Wein ausklingen zu lassen, ist man hier aber richtig.


Rembetiko: Donauinsel, 1220 Wien, Mo–Do: 13–22, Fr, Sa, So: 12–22 Uhr, www.rembetiko.at

www.diepresse.com/essen

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.07.2018)

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