Psychedelische Klänge aus Istanbul in Wien

Live. Baba Zula spielen ihren türkischen Folk im Ost Klub.

(c) Klub Ost

Den Spieß umgedreht hat die türkische Band Baba Zula: Während die Europäer zu Ferienbeginn in Scharen in die Türkei fahren, macht die Gruppe aus Istanbul eine Tournee durch Europa.

Mit traditioneller türkischer Musik, wie sie bei Abendveranstaltungen im All Inclusive-Club dargeboten wird, hat die Folk-Gruppe allerdings nur bedingt etwas gemeinsam. Zwar spielen traditionelle Klänge eine große Rolle im Schaffen der 1996 gegründeten Band, doch werden sie mit elektronischen Klängen zu einem Soundteppich verwoben. Dazu werden Geräuschkulissen eingespielt, etwa Straßenlärm oder Miauen von Katzen.

Daneben arbeitet die Gruppe mit dem Prozess der „definierten Improvisation“: Jedes Lied entsteht aus Improvisationen, daraus entwickeln sich einzelne Themen, die auf der Bühne neu zusammengesetzt werden. Angereichert wird die Musik mit theatralischen Performances, Video und Film.


Bekannt aus dem Kino

In Istanbul sind die psychedelischen Musiker längst einem breiteren Publikum bekannt, in Deutschland gab es bereits mehrere Auftritte. In Österreich ist man noch nicht ganz so weit. Erstmals konnte die Band hierzulande 2005 in Fatih Akins preisgekröntem Dokumentarfilm „Crossing the Bridge“ über die Musikszene in Istanbul gesehen werden – zwar nur auf der Leinwand, aber immerhin.

Am Donnerstag sind die Vertreter der Oriental-Avantgarde nun im Ost Klub zu Gast.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.07.2007)

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