Gartenkralle

Grünzeug für raue Gegenden

Der Brite Stepen Barstow erzählt von der sogenannten Permaveggie-Gärtnerei.

Kaum jemand in Österreich weiß, dass man Hosta-Sprossen essen kann.
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Kaum jemand in Österreich weiß, dass man Hosta-Sprossen essen kann.
Kaum jemand in Österreich weiß, dass man Hosta-Sprossen essen kann. – (c) Ute Woltron

Sein Buch „Around the World in 80 Plant“ wurde vor zwei Jahren an dieser Stelle bereits vorgestellt. Nun kommt der Brite Stephen Barstow auf Einladung der Arche Noah für eine Woche nach Österreich, um im Rahmen diverser Seminare und Spaziergänge sowohl in Wien als auch in Schiltern über seine Erfahrungen mit essbaren, robusten und frosttauglichen Pflanzen in Norwegen zu berichten. Dort wohnt er nämlich seit mehr als 30 Jahren, und weil es ihm anfangs auf die Nerven ging, selbst im Frühling kaum je zu frischem Grünzeug zu kommen, begab er sich auf eine weltweite Suche nach essbaren Pflanzen, die in einem derart rauen Klima gezogen werden können.

Die meisten, die er für tauglich erachtete und auch in sein Buch aufnahm, sind mehrjährig. Es sind oft Wildpflanzen, die neue, aufregende Geschmackswelten eröffnen, wie etwa junge Hosta-Sprossen. Dort, wo er sie sammelte, kennt man sie, doch hierzulande ist vieles weitgehend unbekannt. Der norwegische Brite nennt sie Permaveggies, was eine Wortkombination von Permanent oder Permaculture und Vegetables ist: dauerhaftes, mehrjähriges Gemüse. Nicht nur Barstow sieht in dieser Art der relativ unaufwendigen Gemüsegärtnerei zahllose Vorteile, die damit beginnen, dass man damit den Import von Grünzeug in der kalten Jahreszeit durchaus reduzieren könnte.

Außerdem, so meint er, könne man viele der im Buch vorgestellten Pflanzen an für andere Gemüsepflanzen ganz ungeeigneten, weil zu kargen, zu ausgesetzten oder zu sonnenarmen Standorten tadellos ziehen. Ohne Vorsaat, ohne jährliches Nachsäen. Im Buch werden 80 Pflanzen vorgestellt. Wer mehr darüber wissen will, hat in der Woche ab 11. Juni im Rahmen von Vorträgen und Seminaren Gelegenheit dazu, so etwa am 14. Juni in der HBLFA Schönbrunn. Infos unter www.arche-noah.at.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.05.2017)

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