Studie: Rauchen schädigt Geschmacksknospen im Mund

Tabak beeinträchtigt nicht nur das geschmackliche Empfinden, sondern verändert auch die Geschmacksknospen im Mund, besagt eine griechische Studie. Die Pilzpapillen der Zunge sind schwächer durchblutet.

(c) AP (Roberto Pfeil)

Rauchen schädigt den Geschmackssinn. Einer griechischen Studie zufolge beeinträchtigt Tabakrauch nicht nur das geschmackliche Empfinden, sondern verändert auch die Geschmacksknospen im Mundraum.

Die Forscher der Universität Thessaloniki maßen an 62 griechischen Soldaten den Schwellenwert für das jeweilige Geschmacksempfinden, indem sie die Zunge leicht elektrisch stimulierten, was einen metallischen Geschmack erzeugt. Darauf reagierten die 34 Nichtraucher wesentlich empfindlicher als die 28 Raucher.

Weitere Untersuchungen ergaben, dass die vorwiegend auf der Zunge liegenden sogenannten Pilzpapillen, auf denen die Geschmacksknospen sitzen, bei den Rauchern flacher und weniger stark durchblutet waren. Daraus schließen die Wissenschaftler im Fachblatt "BMC Ear, Nose and Throat Disorders", dass Tabakrauch die Pilzpapillen zumindest bei jungen Menschen verändert.

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