Erst Hoffnung, dann fast tot: Erfahrung mit einem Heiler

Im Alter von zwei Jahren wurde bei Felix Forstinger ein Augentumor diagnostiziert. Nach schlechten Erfahrungen im Spital wandte sich seine Familie an einen Wunderheiler. Der schien am Anfang auch tatsächlich für Besserung zu sorgen – doch am Ende musste die Schulmedizin her, um das Leben des Buben zu retten.

Als Kind wurde Felix Forstinger von einem Heiler behandelt – und wäre deswegen fast gestorben.
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Als Kind wurde Felix Forstinger von einem Heiler behandelt – und wäre deswegen fast gestorben.
Als Kind wurde Felix Forstinger von einem Heiler behandelt – und wäre deswegen fast gestorben. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Es war Winter – „richtiger Winter, der früher anfing als Winter jetzt“ –, und der Anruf kam aus einer Telefonzelle in Tirol: „Ihr müsst mit Felix ins Krankenhaus.“ Felix Forstingers Vater rief an bei seiner Familie, nachdem er versucht hatte, jenen Mann aufzusuchen, der beinahe ein ganzes Jahr seinen kleinsten Sohn medizinisch betreut hatte – soweit man das so sagen kann. Die Tür der Hütte in den Tiroler Bergen, in der der Mann den kleinen Felix und seine Eltern immer empfangen hatte wie ein guter Freund, war aber verschlossen geblieben, als Felix' Vater in dem Moment vor ihr stand, in der er sie am dringendsten geöffnet gebraucht hätte.

Das war im November 1991. Felix Forstinger war damals drei Jahre alt, hatte einen großen Bruder, eine Mutter, einen Vater, und zwei Augen, eines davon durchfressen von einem Tumor.

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