Vom „Adel“ in der Opernwelt

Der Tenor Giacomo (Jaime) Aragall erhielt das Ehrenkreuz für Wissenschaft & Kunst, Gastronom Aki Nuredini wurde „Cavaliere“.

Wien. Operndirektor Dominique Meyer überreichte dem spanischen Tenor Jaime Aragall am Dienstag im Teesalon der Wiener Staatsoper das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I.Klasse; und zwar in Vertretung des Herrn Kunstministers, der im Parlament unabkömmlich war.

Mit von der Partie waren Künstlerfreunde Aragalls wie Otto Schenk und Ileana Cotrubas, die bevorzugte Bühnenpartnerin des Tenors, an deren Seite er viele seiner (insgesamt 43!) Rodolfos (in Puccinis „Bohème“) und Alfredos (in Verdis „Traviata“) in Wien gesungen hat. 163 Mal ist Aragall – Dominique Meyer wählte den Vornamen Giacomo, wie er einst immer auf den Abendplakaten zu lesen stand, und sprach dem Geehrten zuliebe auch Italienisch – auf der Staatsopernbühne gestanden.

Seine intensiven Interpretationen von Partien Verdis, Puccinis, aber auch sein des Grieux in Massenets „Manon“, sind unvergessen und in der Intensität von kaum einem Nachfolger erreicht worden. Unter den Gratulanten auch Mitglieder des jungen Staatsopern-Ensembles, etwa Clemens Unterreiner, der als jugendlicher Stehplatzbesucher zu Aragalls großen Verehrern zählte.

Als Aragall-Fan outete sich auch Sole-Patron Aki Nuredini, mit seinem Restaurant in der Annagasse Prominenten-Gastgeber Nummer eins in der Musikstadt, der übrigens für seine Verdienste vom italienischen Staatspräsidenten vor wenigen Tagen zum Cavaliere ernannt wurde! (sin)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.06.2015)

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