Einbruch bei Serafin: Verräterische Ehrenmedaillen

Von den Tätern, die Samstagnacht in Harald Serafins Wohnung einstiegen, fehlt weiterhin jede Spur. Zwei ihrer Beutestücke könnten sie allerdings verraten: Das "Ehrenzeichen" und die "Ehrenmedaille" der Stadt Wien.

(c) ORF

Nach dem Einbruch in die Wohnung des Schauspielers Harald Serafin in Wien hat die Polizei weiterhin keine konkreten Hinweise auf die Täter. Die Ermittler seien nach wie vor damit beschäftigt, Fingerabdrücke und Spuren vom Tatort auszuwerten, so Polizeisprecher Mario Hejl am Dienstag. Auffallen könnten die Verdächtigen möglicherweise durch die Beute, zu der auch zwei Ehrenmedaillen gehören. Es handelt sich um das "Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien" (1999) und die "Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold" (2007), bestätigte die Exekutive entsprechende Medienberichte.

Verfolgungsjagd mittels Hubschrauber

Details zur Höhe der Beute - kolportiert wird ein Wert von bis zu 100.000 Euro - will die Polizei nicht nennen. Genau konstruiert und bekanntgegeben wurde allerdings der Ablauf des spektakulären Einbruchs über das Dach des Gebäudes am Rudolfsplatz am Samstag zwischen 22.00 und 22.30 Uhr: Über eine Feuerwehrleiter gelangten die Einbrecher - ausgegangen wird von mindestens zwei Tätern - auf die Dachterrasse Serafins, von dort verschafften sie sich mittels eines Schraubenziehers über die Terrassentür Zutritt zur Wohnung.

Binnen kurzer Zeit erbeuteten die Einbrecher Schmuck und Bargeld, eine Alarmanlage verhinderte größeren Schaden. Laut Zeugen flüchteten die Verdächtigen über das Dach, nach ihnen wurde daher auch mit einem Hubschrauber gefahndet.

Einbruchsversuch schon vor drei Jahren

Vor drei Jahren wäre Serafin beinahe schon einmal Opfer von Kriminellen geworden. "Es hat einen Einbruchsversuch gegeben im Jahr 2006", bestätigte Hejl Medienberichte. Damals scheiterten die Täter, sie mussten ohne Beute flüchten. Die Polizei sieht zwischen diesem und dem aktuellen Delikt keinen Zusammenhang und wies Berichte zurück, laut denen es Hinweise gibt, dass der Schauspieler von den Tätern länger beobachtet worden sein soll.

(APA)

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