"A Sakkal ah" ist nicht arabisch

Identität besteht aus vielen Bausteinen, doch bei muslimischen Frauen wird sie oft auf das Kopftuch reduziert. Amani Abuzahra lässt Musliminnen sagen, was ihnen wichtig ist.

Viele Identitäten: Amani Abuzahra sieht sich als Österreicherin, Philosophin, Muslimin und mehr – und will nicht nur auf ihr Kopftuch reduziert werden.
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Viele Identitäten: Amani Abuzahra sieht sich als Österreicherin, Philosophin, Muslimin und mehr – und will nicht nur auf ihr Kopftuch reduziert werden.
Viele Identitäten: Amani Abuzahra sieht sich als Österreicherin, Philosophin, Muslimin und mehr – und will nicht nur auf ihr Kopftuch reduziert werden. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Man kann es auch mit Humor sehen. Jene Episode, in der ein junger Mann an der Kassa steht und versucht, kultursensibel auf eine Frage der Kassierin zu reagieren. Dafür wippt er wie in einem Bollywoodfilm mit dem Körper vor und zurück und wiederholt ihre Worte in einem Singsang: „Asakkallah, asakkallah!“ Erst beim Verlassen des Geschäfts dämmert ihm, dass die Frau mit Kopftuch ihn schlicht gefragt hat, ob er zum Einkauf ein Sackerl haben möchte. „A Sakkal ah?“ Das äußere Erscheinungsbild hat derart dominiert, dass er gar nicht auf die Idee gekommen ist, dass die Kassierin einfach im Wiener Dialekt sprechen könnte.

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.12.2017)

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