Elektromusiker Jean-Michel Jarre streitet um sein Erbe

Jarre und seine Halbschwester fechten am Europäischen Gerichtshof in Straßburg ein Urteil des französischen Kassationsgerichts an, das die beiden für enterbt erklärt hatte.

Jean-Michel Jarre
Jean-Michel Jarre
Jean-Michel Jarre – APA/AFP (VALERIE MACON)

Der französische Elektromusiker Jean-Michel Jarre zieht im Streit um das Erbe seines Vaters vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Er reichte am Freitag Klage in Straßburg ein, wie ein Gerichtssprecher bestätigte. Jarre und seine Halbschwester Stefanie fechten damit ein Urteil des französischen Kassationsgerichts an, das die beiden im September 2017 für enterbt erklärt hatte.

Ihm und seiner Schwester werde "mangelnder Respekt im Familienrecht" entgegengebracht, beklagte der Pionier der Elektromusik in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Le Parisien" vom Freitag. Es gehe ihm nicht nur um das Geld seines Vaters. Er habe noch nicht einmal das Recht auf ein Foto oder anderes persönliches Erinnerungsstücke.

Jarres Vater Maurice Jarre war 2009 verstorben. Der mehrfach preisgekrönte Komponist der Filmmusik für Filme wie "Doktor Schiwago" und "Der Club der toten Dichter" hatte sein gesamtes Vermögen nach kalifornischem Recht seiner letzten Frau vermacht. Sie ist nicht die Mutter von Jean-Michel und Stefanie.

Er habe "eine schwierige Beziehung" zu seinem Vater gehabt, hatte Jarre vor gut einem Jahr der AFP anvertraut. Maurice Jarre war vier Mal verheiratet. Er trennte sich von Jean-Michels Mutter, als sein Sohn noch ein Kind war.

(APA/AFP)

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