Future Ball: Tanzen mit den Visionären

Der Future Ball will Kreative mit der Wirtschaft vernetzen. Mit Nebel-Wasserfall, Techno und einer Stadt aus Lego. Dresscode ist streng schwarz.

Future-Ball-Erfinder Julian Wiehl vom Magazin Vangardist und Ball-Testimonial Lisa Fassl von der AustrianAngelInvestorsAssociation.
Future-Ball-Erfinder Julian Wiehl vom Magazin Vangardist und Ball-Testimonial Lisa Fassl von der AustrianAngelInvestorsAssociation.
Future-Ball-Erfinder Julian Wiehl vom Magazin Vangardist und Ball-Testimonial Lisa Fassl von der AustrianAngelInvestorsAssociation. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Für die Ballbesucher wird es einiges zu entdecken geben: Ein Raum mit einem Wasserfall aus Nebel und Licht, eine Videowand, vor der man sich aufnehmen kann und dann live in eine animierte Welt des Künstlers Marian Essl transferiert wird. Das File wird einem dann gleich zugeschickt. Oder man geht in einen anderen Raum im Wiener SO-Hotel, das ehemalige Sofitel, und hilft dort mit, eine weiße Stadt aus Lego zu bauen.

Im Idealfall baut jemand aus der Kreativwirtschaft oder ein Künstler mit dem CEO eines etablierten Unternehmens. „Man kommt so ja auch leichter ins Gespräch“, sagt Lisa Fassl von AustrianAngelInvestorsAssociation (AAIA). Und ums Netzwerken geht es beim Future Ball auch, der am 29. September im SO-Hotel stattfinden wird. Visionäre aus den Bereichen Kunst, Kultur, Technologie und klassische Wirtschaft sollen hier aufeinander treffen, sich kennenlernen und später vielleicht gemeinsam Projekte umsetzen. Denn die Wirtschaft braucht die Kreativen und umgekehrt.

„Wenn man sich den internationalen Markt ansieht, dann müssen die großen Firmen ihre Produkte mit Geschichten aufladen und das tun sie oft mit Künstlern“, sagt Julian Wiehl, der mit seinem Magazin Vangardist das Event ins Leben gerufen hat. „Das Feiern steht im Vordergrund. Es ist keine Messe, es gibt keine Reden und Diskussionen. Aber ein Ball steht ja in der Tradition des Netzwerkens. Bei Tanz und Drinks und Kulinarik kann man ganz anders reden.“

Und so hat man versucht, eine bunte Mischung an 40 Partnern zusammenzufinden. Der im gleichen Gebäude angesiedelte Start-up-Hub Wexelerate ist ebenfalls Co-Gastgeber. Für den Ball haben sich Partner wie Austrian Start-ups, Time4artists, eine Stiftung, die mit einem Künstlernetzwerk aktiv ist, oder House of Bandits angesagt, eine Art Coworking Space für Stage Designer, 3D-Animationen, Filmemacher etc., ebenso die ÖBB und Deloitte. Zu den Testimonials zählen neben Lisa Fassl Bloggerin Christl Clear oder Metropol-Magazin-Gründerin Maggie Childs. Denn es sei zwar leicht, die richtigen Firmen für ein Start-up zu identifizieren, sagt Fassl, nicht aber die richtigen Personen darin. „Es braucht jene, die einerseits ein gutes internes Standing haben, aber auch einen guten Draht zum C-Level. Die trifft man nicht bei klassischen Events.“ Wer sich beim Ball angesprochen fühlt, so die Hoffnung, der sei auch offen für Visionen und neue Projekte und langfristig auch bereit Start-ups als Firmen anzusehen, an die man Projekte auslagern könne. Oft stamme das Geld für Kooperationen nämlich noch aus Marketingtöpfen. „Es wäre schön, wenn es da ein Umdenken bei den Unternehmen gibt.“

 

Wer Farbe trägt, darf nicht rein

Auch deswegen hat man Wert auf die künstlerische Gestaltung des Abends gelegt. Es werde es auf dem ganzen Ball keine Farben geben, sagt Julian Wiehl. Dresscode ist schwarz und der wird (bis auf das weiße Anzughemd) streng eingehalten. Die Eröffnungsshow macht Marian Essl mit seiner Live Performance „Photism“, freilich in schwarz-weiß. Es gibt zwei Dancefloors, wobei der Technofloor von den ÖBB gehostet wird und die Besucher mit Zugfahr-Visuals und Chris-Lohner-Durchsagen reizen soll. „Der Ball der Visionäre“, lautet ein Slogan des Balls. Ist das nicht doch etwas zu groß gegriffen? „Nein“, sagt Fassl „Ich finde, man muss groß denken, sonst wird man nie was Großes auf die Beine stellen.“

Auf einen Blick

Future Ball. Der Ball am 29. September soll heimische Visionäre aus Wirtschaft, Technologie, Mode und Kunst zusammenbringen – und Projekte für die Zukunft anstoßen. Für die Besucher gibt es am Ball einiges zu entdecken. Etwa eine Stadt aus weißem Lego, an der die Besucher bauen können oder einen Nebel-Licht-Wasserfall. Der Dresscode ist streng schwarz. Standard Tickets gibt es für 79 Euro. www.thefutureball.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.09.2018)

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