Wolf Haas: „Die Realität ist manchmal widerborstig“

Nach vier Jahren hat Wolf Haas wieder einen neuen Roman herausgebracht. Kein Brenner-Krimi diesmal, sondern eine autobiografisch angehauchte bittersüße Geschichte über das Erwachsenwerden. Mit der „Presse am Sonntag“ sprach der Autor über den Wahnsinn der Jugend, den Wunsch, die Wirklichkeit umzuschreiben – und die Einpackkünste seiner Mutter.

Der neue Roman von Wolf Haas kam dieses Wochenende in die Buchhandlungen.
Der neue Roman von Wolf Haas kam dieses Wochenende in die Buchhandlungen.
Der neue Roman von Wolf Haas kam dieses Wochenende in die Buchhandlungen. – (c) Akos Burg

Viele Bücher für oder über Kinder und Jugendliche von „Jim Knopf“ bis „Tschick“ funktionieren nach dem Muster: Einer zieht aus, erlebt etwas und kehrt dann reifer zurück. Das ist bei „Junger Mann“ auch so.

Wolf Haas:
Er verliebt sich, ist noch blauäugig und glaubt, er muss nur alles richtig machen, dann wird schon alles so werden, wie er sich das vorstellt. Er geht auf große Fahrt. Als er zurückkommt, am Ende der Sommerferien, ist er kein Kind mehr.

Waren Sie gern jung?

Ich kann mich vor allem gut an das Gefühl erinnern, dass ich unbedingt erwachsen sein wollte. Und dass ich andererseits nie so werden wollte wie meine Eltern und die anderen Erwachsenen! Dieser ganze Katzenjammer! Das Leben muss doch mehr zu bieten haben!

Währenddessen ist man selbst oft nicht gerade sehr glücklich.

Das ist drin:

  • 8 Minuten
  • 1420 Wörter
  • 1 Bild

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.09.2018)

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