WU-Ball 2011: Großer Tanz mit vielen guten Freunden

Zum 17.Mal trafen sich Studenten und Ökonomen, Manager und Diplomaten auf dem Ball der Wirtschaftsuniversität Wien in der Wiener Hofburg. Getanzt wurde auch heuer bis in die frühen Morgenstunden.

WUBall 2011 Grosser Tanz
WUBall 2011 Grosser Tanz
(c) Teresa Zötl

Politiker suchte man zwar auch auf dem heurigen Ball der Wirtschaftsuniversität ziemlich vergeblich – davon abgesehen war das Publikum aber wie immer bunt gemischt: Ökonomen und Diplomaten feierten mit hochrangigen Managern und Studenten aus aller Welt. Bis sich die geschätzten 4000 Gäste im großen Saal zum gemeinsamen Fest zusammenfinden konnten, dauerte es jedoch eine Weile. Denn gegen 20 Uhr stand erst einmal der Empfang der Ehrengäste an. Wer Rang und Namen hat, durfte sich im „Forum“ der Hofburg unter seinesgleichen auf eine rauschende Ballnacht einstimmen. Die meisten waren nicht zum ersten Mal dabei.

Zu den Stammgästen gehört auch Günter Thumser, Osteuropa-Chef des Konsumgüterkonzerns Henkel: „Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon hier war.“ Als ehemaliger Absolvent (Abschlussjahrgang: 1977), der an seiner Alma Mater auch hin und wieder „aus der Praxis erzählt“, ist der WU-Ball für ihn fast Pflicht. Aber auch Vergnügen, und deshalb geht er auch nicht nach Hause, sobald das Pflichtprogramm (Ehrengästeempfang und Eröffnung) erledigt ist: „Bis zum Schluss bleibe ich nicht, meistens reicht es mir so um halb vier.“ Er kommt nicht zuletzt zum Netzwerken: „Das Highlight sind die Menschen, die man hier immer trifft.“

 

Viele, aber nicht nur Absolventen

Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, weiß genau, zum wievielten Mal sie auf dem Ball ist: „Leider zum ersten Mal, denn bisher gab es immer Terminkollisionen.“ Anders als viele der Ehrengäste ist die gebürtige Oberösterreicherin keine WU-Absolventin, sondern hat an der Johannes Kepler Universität in Linz Jus studiert. Wie lange sie gebraucht hat, um sich auf den Ball vorzubereiten? „Nur so viel: Mit zunehmendem Alter dauert es immer länger.“

Kein großer Ballgänger ist nach Eigendefinition Karl Aiginger, Chef des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo). Aber auf den WU-Ball hat er es schon zum zweiten Mal geschafft: „Davor war ich, glaube ich, zehn Jahre lang auf überhaupt keinem Ball. Aber das hier ist etwas anderes, das ist ein Wiedersehen.“

Als ein Treffen unter Menschen, die sich gut verstehen, sieht auch Gastgeber Christoph Badelt den Ball: „Viele der Gäste arbeiten zusammen, können aber auch privat gut miteinander.“ Anders als Wifo-Chef Aiginger nützt er die Saison. „Auf den Boku-Ball und den Techniker-Cercle gehe ich auf jeden Fall“, so Badelt. Da kommt der Rektor der WU dann wahrscheinlich auch eher zum Tanzen als auf dem WU-Ball: „Hier muss ich mich vor allem um die Gäste kümmern.“

 

„Nicht zuschauen, das wird peinlich“

Wolfgang Ruttenstorfer und seine Gattin, Beate, waren eher zum Spaß da, und zwar „schon zum dritten oder vierten Mal“, so der Chef des heimischen Mineralölkonzerns OMV. „Die Bindung zur WU ist sehr eng, weil viele der Absolventen nach ihrem Studium bei uns anfangen. Aber heute freuen wir uns vor allem aufs Tanzen“, so Ruttenstorfer. Ihr Lieblingstanz sei der Quickstepp.

Zumindest einen Tanz planten auch William Eacho, US-Botschafter in Wien, und seine Frau Donna, die zum ersten Mal auf dem WU-Ball waren: „Aber Sie sollten uns besser nicht dabei zusehen. Das wird ziemlich peinlich.“

Um kurz nach 21 Uhr drängten die zahlreichen Besucher in den großen Festsaal, in dem sie von Rektor Badelt und Stefan Kilga, dem Vorsitzenden der ÖH WU, in Empfang genommen wurden. Die Eröffnung tanzte das Jungdamen- und Jungherrenkomitee zu einer Choreografie der Tanzschule Svabek, musikalisch begleitet vom C.M.Ziehrer-Hofballorchester unter der Leitung von Hans Schadenbauer.

Getanzt wurde auch heuer bis in die frühen Morgenstunden, für den Heimweg gab es Energydrinks, Halstücher und Haarspray für die Damen. Viele der Gäste haben versprochen, nächstes Jahr wiederzukommen – ob zum Netzwerken, Debattieren oder einfach nur, um Spaß zu haben. (hie)

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.01.2011)

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