Französische Luxuskonzerne veröffentlichten neue Regeln gegen Mager-Models

Nach Debatten - und Skandalen - gibt es eine Regelung bei bekannten Modehäusern: Models müssen sich ihre Gesundheit ärztlich bescheinigen lassen. Gucci, Saint Laurent, Dior machen mit.

An ad by French fashion house Yves Saint Laurent is seen on a newspaper kiosk in Paris
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Ausschnitt aus einem YSL-Werbeplakat – (c) REUTERS (CHARLES PLATIAU)

Nach jahrelangen Debatten um Magermodels auf Laufstegen haben sich französische Dachkonzerne bekannter Modemarken wie Gucci, Saint Laurent oder Dior auf gemeinsame Regeln verständigt. Um Gesundheitsgefährdungen zu verhindern, müssen Models künftig eine Bescheinigung vom Arzt vorlegen, die nicht älter als sechs Monate sein darf.

Magermodels: Wie dünn ist zu dünn?

Das teilten die Konzerne Kering und LMVH am Mittwoch in Paris in einer "Charta für das Wohlbefinden von Models" mit. Models unter 16 Jahren dürfen für die Marken nicht mehr bei Fotoaufnahmen oder Modeshows posieren, falls sie dabei Erwachsene darstellen. Besonders kleine Konfektionsgrößen für Frauen und Männer sind tabu.

Provokante Mode-Kampagnen

Frankreich hatte bereits auf staatlicher Ebene gehandelt. Seit dem Frühjahr gilt ein Gesetz, das ebenfalls eine medizinische Bescheinigung verlangt. Wer Models ohne Bescheinigung beschäftigt, dem drohen nach früheren Angaben sechs Monate Gefängnis und 75.000 Euro Strafe.

 

(APA/dpa)

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