Hotel erteilt Bloggern Hausverbot

Vloggerin Ellen Darby wollte einen gratis Aufenthalt im Charleville Lodge Hotel, der Hotelchef lehnte das Angebot ab und veröffentlichte die E-Mail. Der Streit eskalierte.

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Vloggerin Ellen Darby
Vloggerin Ellen Darby – Youtube/@ellendarby

Eine beliebte Youtube-Vloggerin hat sich mit einem Hotelchef in einen Streit verstrickt, der im Internet ausgetragen wird. Der Grund: Die 22-jährige Britin hat sich in einer E-Mail an den Besitzer des Charleville Lodge Hotel und des White Moose Café gewandt und ihm eine Zusammenarbeit vorgeschlagen. Ellen Darby suche eine kostenlose Unterkunft für sich und ihren Partner, im Gegenzug würde sie das Hotel auf Social Media bewerben. „Ich würde Sie gerne in meinen Youtube Videos/Instagram-Stories und Posts bewerben, um Ihrem Hotel Reichweite zu verschaffen und anderen dazu raten zu buchen im Ausgleich für einen kostenfreien Aufenthalt“, schrieb sie.

Paul Stenson, der Besitzer, hielt davon offenbar wenig. Er hat die E-Mail veröffentlicht und der Zusammenarbeit eine Absage erteilt. Er schreibt: „Es braucht eine Menge Mut, so eine E-Mail zu senden, wenngleich auch wenig Selbstachtung und Würde. Wenn ich dich als Gegenleitung für ein Feature in deinem Video bei mir aufnehme, wer zahlt dann die Angestellten, die sich um dich kümmern? Wer zahlt die Haushälter, die dein Zimmer reinigen?“

Darby reagierte mit einem Youtube-Video. Stenson hatte zwar den Kontakt geschwärzt, User fanden jedoch trotzdem heraus, um welche Vloggerin es sich handelte und bombardierten sie mit negativen Kommentaren. „Als 22-jähriges Mädchen, das ihr eigenes Business von zu Hause aus betreibt, habe ich nicht das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben“, erklärt Darby. „Ich weiß nicht, was die Absicht war – aber es ist einfach nur gemein.“

Auch Stenson wurde für sein Verhalten attackiert, weshalb er jetzt allen Bloggern in seinem Hotel und Café Lokalverbot erteilt. „Das Gefühl, auf etwas Anrecht zu haben, ist in der Blogger-Community einfach zu groß und die Boshaftigkeit und der allgemeine Hass, nachdem einem Mitglied dieser Gemeinschaft eine Anfrage verwehrt wurde, ist schlecht für die ganze Branche“, schreibt er.

(Red. )

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