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Mehr ist weniger: Was knapp noch als laufen durchgeht

Zum Radfahren? Diese Frage habe ich in den letzten Tagen von einigen gehört, denen ich erzählt hatte, dass ich auf Mallorca war.

Sonnenaufgang über der Cala Esmeralda.
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Sonnenaufgang über der Cala Esmeralda.
Sonnenaufgang über der Cala Esmeralda. – (c) Kommenda

Nein, es war ein Familienurlaub – zu dieser Jahreszeit auf dieser Insel übrigens sehr zu empfehlen –, also habe ich auf einsame Radausflüge, die nahezu zwangsläufig lang ausgefallen wären, verzichtet.

Aber nicht auf alles Sportliche – oder das, was ich so nenne: Ich bin ein bisschen laufen gegangen. Das liegt mir nicht besonders, aber es hat objektiv besehen ganz klare Vorteile: Die Ausrüstung, von Laufschuhen bis zum -shirt, ist leicht, kompakt und also einfach mitzunehmen; die Anstrengung und damit ein möglicher Trainingseffekt setzen, jedenfalls bei mir, schon nach ein paar Schritten ein. Bis sich jenes Glücksgefühl einstellt, von dem viele Läufer schwärmen, dauert es natürlich etwas länger; schneller meldet sich mitunter leicht beleidigt ein Gelenk oder ein Muskel. Insgesamt müsste ich gefühlt jedenfalls mindestens dreimal so lange radeln, um eine ähnliche Trainingswirkung zu erzielen.

Im kleinen Touristenort Cala d'Or, dessen neuerer Teil dieser Tage schön langsam im Winterschlaf versinkt, ist eine noch kleinere Runde recht bald gefunden: Zufällig genau zwei Kilometer lang, vorbei an zwei Buchten, deren eine (nämlich die Cala Esmeralda mit ihrem smaragdgrünen Wasser) schöner ist als die andere. Die Rundenzahl kann man im Lauf der Zeit steigern; wichtig ist meiner Erfahrung nach nur, einen guten Atemrhythmus einzuhalten. Und das heißt: mindestens gleich lang aus- wie einatmen, eher noch länger. Ich zum Beispiel laufe immer im Dreivierteltakt, mit nur einem Viertel (zwei Schritten) zum Luftholen. Das verhindert Seitenstechen.

Was dabei herauskommt, ist allerdings eine eher statische Art des Laufens. Zwar habe ich den Wert von 6:30, den Klub-Kollegin Neuhauser vorige Woche hier für ihren Vollmondlauf erwähnt hat, locker überboten. Aber da das eine Kilometerzeit ist, ist mehr weniger.

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.11.2017)

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