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Auch ohne Klamm klamm: Herbst-Tour im Waldviertel

Mag sein, dass sich diese Tour noch besser für wärmere Zeiten eignet, aber sie hat auch jetzt im Herbst Charme: mit dem Fahrrad durch das südliche Waldviertel und ein Stück die Donau entlang.

Radtour südliches Waldviertel (Spitz-Yspertal).
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Radtour südliches Waldviertel (Spitz-Yspertal).
Radtour südliches Waldviertel (Spitz-Yspertal). – (c) Kommenda

Vom Strom bis zum Bach sieht man alles, was fließt, und das in einer sehr abwechslungsreichen Landschaft.

Die „Radroute südliches Waldviertel“ ist ein Nebenprodukt der bereits beendeten NÖ Landesausstellung in Schloss Pöggstall, anders als diese aber auf Dauer angelegt. Sie verbindet Spitz mit dem westlich von Ybbs ebenfalls an der Donau gelegenen Ysperdorf. Im Prinzip ist sie in beiden Richtungen beschildert, zum Teil allerdings eher unauffällig. Es empfiehlt sich, die Route (https://www.waldviertel.at/radroute-suedliches-waldviertel) auf ein Navi zu laden. Weiß man demnach, wie die Strecke verläuft, findet man die zugehörigen Schilder – viel eher, als man andersrum anhand der Schilder die Streckenführung verlässlich erkennen würde.

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(c) Die Presse

Die Verbindung der beiden Enden entlang der Donau ist hingegen trivial. An sie kommt man von Wien am schnellsten per Auto auf der A1 bis Melk. Man überquert die Donau und parkt nahe dem Kreisverkehr vor dem Sportplatz in Emmersdorf. Ich empfehle, zuerst das kürzere Stück Donauradweg nach Spitz zu nehmen (Ruine Aggstein grüßt stolz herüber), die Runde also gegen den Uhrzeigersinn anzulegen. So fährt man zig hügelige Kilometer später auch die Quasi-Zielgerade stromabwärts.

Die Route dazwischen verläuft über wenig befahrene Straßen und meidet selbst diese, wo es mehr oder weniger einfach möglich ist. Die Untergründe wechseln von normalem Straßenbelag über Recycling-Asphalt in den Fahrspuren von Feldwegen bis zu Waldboden – mit allem vom bequemeren Rennrad mit breiteren Reifen angefangen zu fahren. Allzu schnell kommt man nicht voran; als reine Fahrzeit sollte man für die rund 100 Kilometer etwa fünf Stunden rechnen. Den möglichen Abstecher zu Fuß in die Ysperklamm habe ich mir erspart: Bei wenig über null Grad war es auch so klamm genug.

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.11.2017)

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