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Schnee von morgen: Nicht es schneit, „wir schneien“

Läuft alles nach Plan, kann zu Weihnachten die Joglland-Loipe geöffnet werden.

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Benedikt Kommenda

Sie ist die Namensgeberin eines Langlaufzentrums im steirischen St. Jakob im Walde (Filzmoos 12, von Wien in eineinhalb, von Graz in einer Autostunde erreichbar), das sich genau damit am besten charakterisieren lässt: Langlauf-Möglichkeiten können dort doch glatt geplant werden. Schneekanonen machen's möglich.

Naturgemäß braucht es dazu passende natürliche Rahmenbedingungen: genug Zeit mit ausreichend niedrigen Temperaturen. Dann können die Kanonen angeworfen werden. Vom Himmel fällt der Schnee, zuletzt Anfang dieser Woche, fast nur noch zum Drüberstreuen.

„Wir schneien“, heißt es demnach bei den Familien Orthofer und Gletthofer, die das Zentrum beschneien, pardon: betreiben. Beginnend mit einer kleinen Drei-Kilometer-Runde wurden bereits Anfang Dezember die ersten Loipenbänder für klassischen und Skating-Stil ausgelegt, seit knapp zwei Wochen liegt der komplette Sieben-Kilometer-Rundkurs als dicker Schneestreifen den Langläufern zu Füßen. Es ist so viel Schnee, dass er – zumal auf mehr als 1100 Metern Seehöhe – lange hält.

Der Rundkurs verläuft, typisch fürs Joglland, nur selten eben, an zwei Stellen etwas steiler bergauf, sonst angenehm auf und ab. Insgesamt sehr gut für ein Fitness-Training, das ja mit der Abwechslung steht und fällt. Der (aussichtstechnische) Nachteil des Kurses: Er führt fast durchwegs durch den Wald, nur einige Augenblicke lang (welche Blicke eigentlich sonst?) tauchen Stuhleck, Pretul und – deutlich weiter entfernt – das Hochschwabmassiv im Sichtfeld auf.

In diesem Punkt ist die – nur für klassischen Stil geeignete – Joglland-Loipe im Vorteil, die mehr Blicke auf die Umgebung bietet. Auf der wird jetzt Traktoranhänger um Traktoranhänger Maschinenschnee abgeladen, der dieser kalten Tage produziert worden ist. Zugleich wurde, weil die Wasserpumpe schon läuft, ein riesiges Schneelager angehäuft, das für den nächsten Winter übersommert werden wird. Schnee von morgen, quasi.

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.12.2017)

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