HAI E3: Ein Elektroauto aus Österreich

Er sieht aus wie ein Sportwagen, ist aber auf 130 km/h limitiert. Werkzeugbauer Haidlmair bastelte einen Prototypen mit zwei E-Motoren und 150 Kilometer Reichweite.

Hai E3
Hai E3
(c) Werk

Das Datenblatt scheint der Optik nicht ganz zu entsprechen. 130 km/h und eine Gesamtleistung von 82 PS (60 kW) passen nach gängiger Meinung nicht zu einem Auto, das wie eine Mischung aus Lotus und Ferrari aussieht. Die 520 Nm Drehmoment des HAI E3, einem Elektroauto aus Österreich, passen da schon eher dazu. Der Prototyp wurde vom oberösterreichischen Stromversorger Energie AG und vom Werkzeug- und Formenbauunternehmen Haidlmair in Linz präsentiert.

Der Zweisitzer wird von jeweils einem Radnabenmotor an den Hinterrädern angetrieben. Ihre Kraft beziehen sie aus Lithium-Polymer-Akkus, die Reichweite wurde mit bis zu 150 Kilometer angegeben. Nach einer Ladezeit von einer Stunde sollen die Batterien zu 80 Prozent gefüllt sein, nach acht Stunden zur Gänze.

20.000 Euro exklusive Akku

Der 3,81 Meter lange Wagen würde preislich "deutlich unter dem Tesla Roadster" (100.000 Euro Plus MWSt.) liegen, aber auch geringere Leistungen bieten, so die Hersteller. Firmenchef Josef Haidlmair berichtete von einer Befragung bei 800 Personen, die bereit wären, für ein derartiges Fahrzeug rund 20.000 Euro auszugeben. Dieser Preis sollte beim HAI 3E möglich sein. Allerdings exklusive Batterien, dafür sollte ein Tausch- oder Pfandsystem geschaffen werden.

Serienreife innerhalb eines Jahres?

Da seine Firma weiterhin Werkzeug- und Formenbauunternehmen bleiben soll, werde ein Unternehmen gesucht, das den Sportwagen bauen soll, sagte Haidlmair.

(APA/Red.)

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