„Turn On“-Festival: Architektur hören

Das „Turn On“-Festival bittet ins Radiokulturhaus: Um Architektur in interessante Worte zu fassen.

Gelandet. Paul Kalkoven von Foster + Partners referiert über ihre Flughafenprojekte.
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Gelandet. Paul Kalkoven von Foster + Partners referiert über ihre Flughafenprojekte.
Gelandet. Paul Kalkoven von Foster + Partners referiert über ihre Flughafenprojekte. – (c) Beigestellt

Das Reden darüber, was man tut, ist nicht die Lieblingsdisziplin aller Architekten. Weil sie viele lieber tun als reden. Aber wenn sie dann doch etwas getan haben, das besonders interessant, schön, funktional, visionär oder innovativ anmutet, freuen sie sich dennoch, wenn man ihnen zuhört. Das Radiokulturhaus in Wien hat die besten Voraussetzungen dafür: Eine Bestuhlung, die in kaum einem Kultur-Saal Österreichs bequemer ist. Und ein Festival, das Architektur-Experten auf die Bühne bittet, die über das sprechen, was sie am besten kennen: ihre eigenen Projekte. „Turn On“ heißt das Architekturfestival, das an drei Tagen – von 9. bis 11. März – den großen Sendesaal füllt, mit Worten zum Bauen, Gebauten und sonstigen baulichen Fragen. Dabei stehen kluge Sätze zum Thema Wohnbau genauso auf dem Programm wie Wortspenden zu Aspekten des Bildungsbaus, der Infrastruktur, der Entwicklung von Ortskernen, aber auch von ganzen Stadtteilen.

Freiraum. Agence Ter sprechen über die „Freie Mitte“ am Wiener Nordbahnhofgelände.
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Freiraum. Agence Ter sprechen über die „Freie Mitte“ am Wiener Nordbahnhofgelände.
Freiraum. Agence Ter sprechen über die „Freie Mitte“ am Wiener Nordbahnhofgelände. – (c) Beigestellt

Die österreichischen Büros und was sie für die gebaute Umwelt leisten stehen auch bei der 15. Ausgabe des Festivals im Fokus. Aber wie immer: nie ohne internationale Perspektiven, die diesmal Gäste wie etwa EMI Architekten aus der Schweiz zum Thema Wohnen beisteuern, oder Vertreter des renommierten britischen Büros Foster & Partners, die zum Thema Infrastrukturbauten zu Wort kommen. Genauso wie Stimmen, die ihren zentralen Planungsmittelpunkt normalerweise in Frankreich haben. Dazu zählt auch der Österreicher Dietmar Feichtinger, der schon 1994 in Paris sein Büro gegründet hat. Von dort aus hat er sich in aller Welt namentlich und gestalterisch in der Architekturbranche etabliert.

Architektenworte. Dietmar Feichtinger hält den Festvortrag am Freitag, den 10.3.
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Architektenworte. Dietmar Feichtinger hält den Festvortrag am Freitag, den 10.3.
Architektenworte. Dietmar Feichtinger hält den Festvortrag am Freitag, den 10.3. – (c) Beigestellt

Dialogform. Am zweiten Tag des Festivals, dem Freitag, hält er den Festvortrag, mit dem Titel „Die Identität der zeitgenössischen Metropole“. Auch andere Büros, die in Frankreich beheimatet sind, teilen ihre Projekte sowie die konstruktive und gestalterische Logik, die dahinter steht, mit dem Festivalpublikum. So berichtet etwa Agence Ter, wie sie die Aufgabe der „Freien Mitte“ im Stadtentwicklungsgebiet des Wiener Nordbahnhofs angelegt haben. Oder auch die Experten von LAN Architecture mit Sitz in Paris, die erzählen, warum das Carré Lumiere in der Nähe von Bordeaux so geworden ist, wie es ist. Doch die Kommunikation hat weder im Architektenalltag noch beim „Turn-On“-Festival eine einzige Richtung: Deshalb wird auch „getalkt“. Diesmal zum Thema Architekturwettbewerbe. Architekt und Vorstandsmitglied des Architects Council of Europe, Georg Pendl, Christine Oppitz-Plörer, Bürgermeisterin von Innsbruck, und Architektin Elli Mosayebi werden Fragen erötern wie etwa: Welche Faktoren sind ausschlaggebend für erfolgreiche, produktive Wettbewerbe? Oder auch: Welche Bedeutung haben sie für Politik, Investoren und Architekten?

Tipp

Turn On. Das Festival im Großen Sendesaal des
Radiokulturhauses in Wien. 9. bis 11. 3. www.turn-on.at

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