"Design made in Austria. Sold worldwide"

Manche Ideen sind einfach zu groß für das kleine Österreich. Deshalb gehen sie um die Welt, wie eine Ausstellung im Designforum Wien zeigt.

Ausstellung. Im Designforum im Wiener Museumsquartier clustern sich die Exportideen.
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Ausstellung. Im Designforum im Wiener Museumsquartier clustern sich die Exportideen.
Ausstellung. Im Designforum im Wiener Museumsquartier clustern sich die Exportideen. – (c) Beigestellt

Klein oder groß. Mal Vorteil, mal Handicap. Österreich ist auf dem Weltball ein kleiner Fleck, so viel steht fest. Viel Welt liegt rund um das Land. Vom Rest des Planeten holt man sich Waren und Produkte, die vor der Haustür nicht wachsen. Nicht auf dem Feld, nicht in den Entwicklungsabteilungen der Unternehmen und Forschungslabors. Das geht nicht anders. Doch zum Glück kann Österreich der Welt auch so einiges zurückgeben außer Kernöl, Sisi-Klischees und Bestzeiten im Slalom. Ideen nämlich, und vor allem so einige, die längst Form angenommen haben und sich erfolgreich Nischen und noch exponierter Plätze auf dem Weltmarkt erobert haben. Das Designforum Wien im Museumsquartier hat einige der Ideen, die zu erfolgreichen Produkten gediehen sind, nun in einer Ausstellung versammelt, die die Leiterin des Designforums, Bettina Steindl, kuratiert hat: „Design made in Austria. Sold worldwide“ nennt sich die Schau, die erstmals anlässlich der World Capital of Design in Taipeh 2016 präsentiert wurde.

Wetterfest. Ein Stück Stahlblech wird zum Hocker: „Leo“, entworfen von March Gut.
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Wetterfest. Ein Stück Stahlblech wird zum Hocker: „Leo“, entworfen von March Gut.
Wetterfest. Ein Stück Stahlblech wird zum Hocker: „Leo“, entworfen von March Gut. – (c) Beigestellt

Manche Ideen kommen ja im kreativen Prozess nicht weiter als bis zum Papierkorb. Andere können sich zumindest regional durchsetzen. Und einige schaffen es weit hinaus, dorthin, wo die Ideenkonkurrenz und die Gesetze des Marktes am strengsten sind. Die Babyprodukte von MAM etwa haben es geschafft. Aber auch die Feuerwehrfahrzeuge des Herstellers Rosenbauer, von Spirit Design entwickelt, fahren längst in aller Welt zu ihren Einsätzen. Der „Panther“ etwa, ein ausgeklügeltes Vehikel, das Leichtmetall und Kunststoff intelligent kombiniert. Auch Flugobjekte, unbemannte, wie Drohnen sind für die Ausstellungsdauer im Museumsquartier gelandet.

Runder Klang. Augarten Porzellan produziert die mo-Sound-Lautsprecher.
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Runder Klang. Augarten Porzellan produziert die mo-Sound-Lautsprecher.
Runder Klang. Augarten Porzellan produziert die mo-Sound-Lautsprecher. – (c) Beigestellt

Technologie-Export. Die Produkte, die das Designforum Wien noch bis 10. September ausstellt, zeigen unterschiedlichste Qualitäten, die sich auf dem Weltmarkt durchsetzen. Ästhetische zumal, wie das Glas, das der österreichische Designer Thomas Feichtner für die Weltmarke Absolut Vodka gestaltet hat. Aber auch technologische Innovationen in nutzungsfreundlicher Form sind zu sehen: etwa Wadi, ein solarbetriebenes UV-Messgerät der Firma Helioz. Ein Smiley zeigt an, wann das Wasser in einer PET-Flasche – von den UV-Strahlen desinfiziert – wieder trinkbar ist.

Tipp

Designforum. Im Wiener Museumsquartier ist die Ausstellung „Design made in Aus­tria. Sold world­wide“ noch bis 10.  9. zu sehen.

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