Großbritannien-Urlaub wird billiger

Für einen Euro kann man sich in den USA erstmals seit 15 Jahren weniger leisten als in Österreich. Die Türkei oder Großbritannien bereist man günstiger.

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Themenbild: London – (c) APA/AFP/NIKLAS HALLE´N

Wien. Erstmals seit 15 Jahren hat ein Euro in den USA weniger Kaufkraft als in Österreich. Das geht aus einer Erhebung der UniCredit Bank Austria zum „Urlaubseuro“ hervor. 100 Urlaubseuro sind dort mit 97 Euro allerdings nur etwas weniger wert als in Österreich.

Noch weniger Kaufkraft hat der Urlaubseuro der Österreicher in der Schweiz, wo „100 österreichische Urlaubseuro nur 62 Euro wert sind“, wie es in einer Bank-Austria-Aussendung heißt. Auch in Irland und Schweden bekommt man für einen Euro weniger als in Österreich.

Das günstigste Urlaubsland ist hingegen die Türkei, wo man mit 100 Urlaubseuro Waren und Dienstleistungen im Wert von 172 Euro einkaufen kann. Türkei-Urlauber kommen damit um sechs Prozent billiger davon als vor einem Jahr. Die stärkste Verbilligung, nämlich sieben Prozent, erlebte der Großbritannien-Urlaub, wo die Kaufkraft des Urlaubseuro von 105 auf 117 Euro gestiegen ist. Die Ursachen sind der Brexit und die Abwertung des britischen Pfunds. Allerdings handelt es sich um Durchschnittswerte, einzelne Regionen (etwa London als Zentralregion) können davon abweichen.

Wer in Nordafrika urlauben will, kann sich mit dem gleichen Geld um 16 Prozent mehr leisten als vor einem Jahr. Absolute Zahlen wurden für diese Region keine angegeben, da sich das Preisniveau auf allgemeine Güter und Dienstleistungen bezieht, einzelne Produkte – speziell für Touristen – davon aber abweichen können.

In Italien und Spanien hat der Urlaubseuro nur geringfügig mehr Kaufkraft als in Österreich, da es sich bei beiden um Euroländer handelt. „Der Urlaubseuro kann im Sommer 2017 nicht von einer niedrigeren Inflation als in Österreich profitieren, denn die Preise stiegen in vielen Ländern in den letzten zwölf Monaten ähnlich wie in Österreich“, erklärt Bank-Austria-Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer. (b. l.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.05.2017)

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