Ölpreis fällt, und keinen schreckt das

Anfang des Vorjahres hatte die Ölpreisschwäche noch für Entsetzen gesorgt.

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Mit dem Ölpreis erholten sich auch die Börsenkurse – APA

Wien. Vor einem Jahr hatte der Verfall des Ölpreises auch die Börsen ins Rutschen gebracht. Groß war die Angst, dass die Ölpreisschwäche nicht nur eine Folge des Überangebots sein könnte, sondern auch auf eine allgemeine Konjunkturschwäche hindeuten könnte. Mit dem Ölpreis erholten sich auch die Börsenkurse. Doch seit Anfang März geht es mit dem Preis für Erdöl wieder bergab. Ein Fass der Nordseesorte Brent hat sich um mehr als zehn Prozent verbilligt. Und die Börsen? Die interessiert das nicht mehr.

Für Juan Nevado, Fondsmanager bei M&G Investments, illustriert das beispielhaft, „wie einzelne Themen phasenweise die volle Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf sich ziehen können – um dann für den nächsten Trend fallengelassen zu werden“, heißt es in einer Aussendung der Fondsgesellschaft.

Für Anleger sei diese Fokussierung auf Einzelfragen eine gefährliche Vereinfachung der wirtschaftlichen Zusammenhänge. Dieses Muster könnte sich bei der Debatte um Trumps Konjunkturmaßnahmen oder den Brexit wiederholen, meint Nevado. Obwohl solche Themen die Kurse kurzfristig stark beeinflussen könnten, würde sich auf lange Sicht die fundamentale Bewertung einer Anlage durchsetzen. (b. l.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.03.2017)

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