Wien: Billige Immobilien werden teurer

Wiener Wohnungen werden um 51 Prozent teurer angeboten als vor fünf Jahren. Im Jahresabstand haben sich die Innere Stadt sowie Simmering stark verteuert.

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(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wien. Seit einem Jahr halten sich die Preise für Eigentumswohnungen in Wien nahezu stabil. Derzeit werden Wohnungen auf dem Immobilienportal immowelt.at um durchschnittlich 3986 Euro pro Quadratmeter angeboten, um etwa zwei Prozent mehr als vor einem Jahr. Doch gegenüber 2010 bedeutet das einen Anstieg um 51 Prozent. Im Bezirk Mariahilf haben sich die Angebotspreise sogar nahezu verdoppelt.

Die Inflationsrate ist im gleichen Zeitraum um knapp zehn Prozent gestiegen. Vor allem die Jahre vor 2013 waren für den massiven Preisanstieg verantwortlich. Seitdem haben die Kaufpreise nur mehr um insgesamt sechs Prozent zugelegt, zeigt die Preisanalyse der Immobilienplattform.

Gegenüber dem Vorjahr haben sich nur drei von 23 Wiener Bezirken im zweistelligen Prozentbereich verteuert– darunter der teuerste (Innere Stadt) und der billigste (Simmering). Für Wohnungen in der Innenstadt verlangen die Verkäufer 7000 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von zehn Prozent.

 

Suchende weichen aus

Die angebotenen Preise für Simmering haben sich ebenfalls um zehn Prozent auf 3078 Euro, jene für Rudolfsheim-Fünfhaus um elf Prozent auf 3579 Euro verteuert. „Neben exklusiven Liegenschaften stehen in Wien vor allem günstigere Wohnungen bis zu 3500 Euro pro Quadratmeter im Fokus des Interesses“, erklären die Experten den Trend. Simmering und Rudolfsheim-Fünfhaus hatten neben Favoriten in den vergangenen Jahren die günstigsten Quadratmeterpreise, und viele Suchende wichen dorthin aus.

Zudem profitiere Rudolfsheim-Fünfhaus von seiner Nähe zu Neubau und der neuen Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße. Schon seit einigen Jahren werden von Bauträgern zahlreiche alte Zinshäuser saniert, parifiziert und abverkauft.

In den vergangenen fünf Jahren haben sich Simmering und Rudolfsheim-Fünfhaus um 80 bis 90 Prozent verteuert. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2015)

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