Was Otto Schulmeister verblüfft hat

Was Otto Schulmeister verblüfft hat und wer in Mailand schon einmal für einen Modeschöpfer gehalten wird.

Diese Woche durfte die Redaktion eine große Kollegin feiern: Wirtschaftsressortleiterin Hanna Kordik wurde am Donnerstag der Horst-Knapp-Preis von Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny und Bank-Austria-Chef Willibald Cernko verliehen. Das Wirtschaftsressort mit Ko-Ressortleiter Gerhard Hofer war fast vollständig im Kunstforum angetreten, Hannes Androsch hielt eine eingangs milde, später zorniger werdende Rede über den Standort Österreich. Kordik dankte Kollegen und früheren beruflichen Weggefährten. Unter anderem Margarete Freisinger, die als Ressortleiterin die blutjunge Kordik zur „Presse“ geholt hatte: An einem ihrer ersten Tage wurde ihr der damalige Chefredakteur Otto Schulmeister vorgestellt. Als er sie fragte, woher sie denn komme, antwortete sie wahrheitsgemäß: „Aus Amerika.“ Schulmeister darauf knapp: „Das auch noch.“ Wir schrieben gerade die Waldheim-Jahre, Hanna Kordik war in den USA zur Welt gekommen und dadurch US-Staatsbürgerin. Heute wäre er wie ich sehr, sehr stolz.

Ziemlich polyglott ist auch Daniel Kalt: Die Edelfeder leitet ab sofort das „Schaufenster“, Petra Percher ist schon seit einiger Zeit in Karenz. Kalt war lange ihr Stellvertreter und produziert die schönste und anspruchsvollste Beilage des Landes schon seit einigen Monaten. (An dieser Stelle ein Gruß an die Konkurrenz: Gratulation zu 25 Jahren „Freizeit“ und ein wehmütiges Adieu an ihren Chefredakteur Michael Horowitz.) Kalt ist nicht nur der Modespezialist des Landes, sondern spricht nebenbei auch noch ein paar Fremdsprachen fließend. In Mailand wird er dem Vernehmen nach wegen seiner Expertise und seines Italienisch schon einmal für einen jungen Modemacher gehalten. Zum Glück wechselt er nicht, sondern führt mit seinem Team das „Schaufenster“. Den Preis des besten Modejournalisten bekam übrigens auch er bereits.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.06.2014)

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