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Die meisten alten weißen Männer sind gar nicht weiß!

Mit Castorf, Sloterdijk, Walser, Morrissey und Martenstein in einem Farbtopf? Plädoyer für die Anerkennung unserer Diversität.

Richtig weiß, so weiß wie Edelweiß oder das Weiße Album, sind nur die allerwenigsten von uns alten weißen Männern ...
Richtig weiß, so weiß wie Edelweiß oder das Weiße Album, sind nur die allerwenigsten von uns alten weißen Männern ...
Richtig weiß, so weiß wie Edelweiß oder das Weiße Album, sind nur die allerwenigsten von uns alten weißen Männern ... – Imago

"Der alte weiße Mann ist überall in der Defensive", schrieb das Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“ am Mittwoch: „Das tut ihm überraschend gut.“ Stimmt eigentlich, dachte ich mir: Da sitz' ich im Kaffeehaus, bei meinem zweiten kleinen Braunen, auf meinem defensiven Stammplatz, gleich beim Zeitungstisch, die „Welt“ ist in der Hand (eines anderen alten weißen Mannes), aber die „Süddeutsche“ ist frei, und ich lese darin schöne Sätze wie: „Dass der alte weiße Mann überhaupt als abgrenzbare, partikulare demografische Gruppe umrissen, untersucht, interpretiert wird, ist für ihn eine entschieden neue Erfahrung.“ Oder: „Die Skandalisierung abgestandener Heterosexualität hat dem alten weißen Mann überhaupt erst den Rahmen geliefert, in dem er heute reüssiert.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.12.2018)

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