Quo vadis Europa?

Replik auf Bernard-Henri Lévy. Über die wichtigsten europäischen Narrative angesichts der nahenden EU-Wahlen.

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Aus Österreich atme europäischer Geist. Mit diesen Worten in einem aktuellen Interview mit der „Presse“ (29. Jänner) unternahm der keineswegs der politischen Rechten nahestehende Philosoph Bernard-Henri Lévy einen Vorstoß für ein „politisches Europa“. Hätte im 19. und 20. Jahrhundert der Nationalstaat die „Agorá“ der klassischen Demokratie abgebildet, sei es heute die Europäische Union in ihrer Inter- und Supranationalität. Sie banne die „Gefahr von Tyrannei und Totalitarismus“. Und Lévy weiter: Das multinationale „Österreich des Habsburgerreichs, das wahrlich nicht schlecht funktioniert hat, war ein Wunder an Geisteskraft, mit liberalem Regime, eine Wiege der Zivilisation“. Von Wien aus könne und solle Lévys Botschaft auf Gehör stoßen, denn „Österreich war für Europa, was Athen für den griechischen Raum gewesen ist“.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.02.2019)

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