Glosse

Hört auf zu jammern, wenn es schneit

Wenn Schnee fällt, geht manches eben langsamer.

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APA/HANS PUNZ

Fällt in Wien ein bisschen Schnee, setzt ein Reflex ein. Man regt sich auf, dass der Bus später kommt, dass das Auto im dichten Verkehr nicht so schnell weiterkommt wie bei trockenen Straßen – und schiebt dafür die Verantwortung gern auf die, nennen wir es, Obrigkeit. Dass die Verkehrsbetriebe nicht vorbereitet seien. Dass die Straßenräumung morgens nicht sofort vor der Haustür für freie Bahn gesorgt hat. Und dass generell wieder einmal nichts funktioniert. Häufiger Zusatz: Typisch!


Man könnte es aber auch anders sehen. Man könnte akzeptieren, dass der Verkehr nicht wie bei Sonnenschein fließt, dass man im Bus halt etwas enger aneinander gedrängt stehen muss und dass eine Stadt bei dieser Witterung eben ein bisschen langsamer funktioniert. Das nennt sich Leben und tut auch gar nicht weh. Aber man kann natürlich auch jammern und schimpfen. Nur macht es das auch nicht besser.

Mail: erich.kocina@diepresse.com

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