Ciao bello, finito l'amore

Matteo Salvini musste einen privaten Tiefschlag hinnehmen - und das in aller Öffentlichkeit.

Matteo Salvini und Elisa Isoardi
Matteo Salvini und Elisa Isoardi
Ein Bild aus glücklicheren Zeiten: Matteo Salvini und Elisa Isoardi – imago/Independent Photo Agency

Die sozialen Medien bringen Umgangsformen mit sich, die so erbarmungslos sind, dass selbst Bösewichten aus Sergio Leones Spaghetti-Western das Herz in die Hose und die Zigarette aus dem Mundwinkel rutschen würde. Es ist, als würde die Mundharmonika anheben zum Finale grande, zu Morricones Todesmelodie.

Matteo Salvini – samt Siebentagesbart ein Archetyp des Italo-Westerns – erging es so, als er auf dem Weg nach Ghana in den Lüften schwebte. Seine Lebensgefährtin Elisa Isoardi – eine Ex-Miss Cinema und Moderatorin im Frühstücksfernsehen – postete via Instagram zeitgleich ein Foto des starken Mannes und Selfie-Ministers, vor dem sich halb Europa und ganz Afrika fürchtet. Unschuldig wie ein Lamm, im Schlaf und nackt, wie Gott ihn schuf, ruht er an ihrer, von einem Badetuch bedeckten Brust. Allein diese Pose ist für Salvini, den Lupus – den Wolf – unter Italiens Politikern, rufschädigend. Und dann erst ihre Botschaft: Ciao bello, finito l'amore.

Die politischen und meteorologischen Herbststürme am Apennin waren vergessen. Salvinis Glück im politischen Spiel und sein Pech in der Liebe wühlen das Land auf. Womöglich ließen die Res publica und die römischen Männerrunden keine Zeit für Elisa. Aber keine Angst, Matteo: Geigen werden erklingen, und eine Dulcinea wird – Dio mio – sich an deine Heldenbrust werfen.

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