Mehr Schnee für Wien!

Die Wiener haben ein seltsames Gespür für Schnee. Fast keines nämlich. Das sollte man ändern.

Symbolbild: Schnee am Wiener Stephansplatz
Symbolbild: Schnee am Wiener Stephansplatz
Symbolbild: Schnee am Wiener Stephansplatz – APA/ANDREAS PESSENLEHNER

Jetzt ist also schon wieder was passiert. Es hat geschneit. In Wien. Das auch noch!

Kaum werden die ersten Flocken gesichtet, wirft man in Wien gern großzügig mit dem Wort „Chaos“ um sich. Damit ist, allen Nicht-Wienern sei das kurz erklärt, folgendes gemeint: Ein, zwei Straßenbahnen fallen womöglich aus. Und in der U-Bahn ist es ein bisschen voller, weil auch ein paar Rad- und Autofahrer mitfahren.

Die Timeline auf Facebook ist schon in der Früh voll von Meldungen à la: Es schneit im Fünften! Im Zwanzigsten auch! Schneesichtung auch in der Leopoldstadt! Kurz: Ganz Wien komplett eingeschneit. Kombiniert werden die Wetterfotos gern mit einer gepflegten Suderei: Man mag den Schnee an sich eh gern. Nur halt bitte nicht in Wien.

Dem soll hier ganz kräftig widersprochen werden: Gerade in Wien! Die Stadt braucht viel mehr Schnee als nur diese dünne Schicht, die so schnell wieder wegschmilzt. Kalt ist es (endlich!) sowieso, wie viel schöner wäre es, wenn man dabei über eine knirschende Schneedecke spazieren und diese wunderbare gedämpfte Stille genießen könnte.

Und mitunter ein paar Minuten später in die Arbeit kommen: Eine bessere Ausrede als den Schnee gibt es das ganze Jahr über nicht. Ob sie nun stimmt oder nicht.

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