Peter Pilz: Auf zum letzten Gefecht

Für die Liste Jetzt scheint die Lage aussichtslos. Nun kommt es darauf an, ob der Parteigründer noch einmal den Wahlkampfturbo zünden kann.

Zuletzt versuchte Peter Pilz die Spannung hoch zu halten: Erst bei der Klausur der Liste Jetzt, die heute und morgen in Rust stattfindet, wolle er entscheiden, ob er in der Politik bleibt. Oder lieber die Zeit nutzt, um Schwammerln suchen zu gehen.

Man darf getrost davon ausgehen: Er bleibt. Pilz ist ein politisches Schlachtross, das mit den Hufen scharrt, um in die Schlacht zu ziehen. Nur: Es könnte diesmal die Letzte sein. Die von ihm gegründete Liste Jetzt steht vor dem Aus, die Umfragen sind desaströs, die meisten Mitstreiter der ersten Stunde haben sich schon verabschiedet. Die Lage der Partei scheint ähnlich aussichtslos wie jene des Teams Stronach bei der letzten Wahl (das gleich auf ein Antreten verzichtet hat) oder des BZÖ bei der vorletzten.

Der Liste Jetzt ist es in den vergangenen zwei Jahren nicht gelungen, ein eigenständiges politisches Profil aufzubauen. Sie ist das geblieben, was sie am Anfang war: Ein Peter-Pilz-Wahlverein, mit einigen Mitstreitern, die über eine Statistenrolle nie hinausgekommen sind. Das ist auch die einzige Chance, die die Partei jetzt noch hat: Dass Peter Pilz noch einmal den Wahlkampfturbo zünden und seine Anhängerschaft noch ein letztes Mal motivieren kann. Das klingt angesichts der Ausgangslage eher unwahrscheinlich - ganz auszuschließen ist es aber nicht.

Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Peter Pilz: Auf zum letzten Gefecht

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.