Dober dan, Herr Dobernig

Österreichs möglicherweise einfältigster Landesrat, Harald Dobernig, hat mit dem Satz, die Kärntner Slowenen seien keine richtigen Kärntner, aufhorchen lassen.

Österreichs möglicherweise einfältigster Landesrat, Harald Dobernig, hat mit dem Satz, die Kärntner Slowenen seien keine richtigen Kärntner, aufhorchen lassen. Das ist jener Landesrat, der auch für Kultur zuständig ist und in einem Interview bekannte, dass er keine Zeit habe, Bücher zu lesen. Sogar Erwin Pröll hat bekanntlich eines, den „Schatz im Silbersee“, gelesen.

Dieser kleine Seitenhieb war nun leider notwendig, weil er uns die passende Überleitung ermöglicht. Denn: Sie sind die Indianer, stupid! Die Kärntner Slowenen waren schon vorher da, als Ureinwohner des Fürstentums Karantanien. Erst ab dem 8. Jahrhundert n. Chr. wanderte dann der weiße Mann aus Bayern ein. Und die Kärntner Landesfürsten, die Herzöge, legten noch Jahrhunderte danach ihren Eid auf Slowenisch ab. Auf dem Fürstenstein und dem Herzogstuhl bei Maria Saal. Von dort kommt übrigens Landesrat Dobernig her.

Und vielleicht sollte sich Herr Dobernig in einer ruhigen Minute auch einmal fragen, wo denn sein Name herkommt. Denn Nachnamen mit der Endung -nig deuten nicht selten auf einen slowenischen Ursprung hin.

In diesem Sinne: Doberdan, Herr Dobernig! OLI


E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2012)

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