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Die neue Champions League

So verstörend die Nachricht zunächst wirkt, so hat sie doch auch ein Gutes.

Die Fußball-Champions-League wird ja aus Kostengründen bald nicht mehr über die deutschen und österreichischen TV-Apparate flimmern. Das gibt bisher unbeachteten Talenten die Chance, groß herauszukommen. Neue Teams rücken ins Rampenlicht, deren Namen sich einzuprägen schon jetzt dienlich sein wird. Wien-Gersthof gegen Gaswerk IV etwa – ein Quotenhammer. Die Verhandlungen für die TV-Rechte seien hart, aber auf gutem Wege, bemerkt ORF-Sportchef Trost.

In der Steiermark kündigt sich bereits jetzt ein sensationeller Einkauf an. Johannes Stückler vom FC Steinhaus/S., von den Fans „Tiger“ genannt, will sein Gehäuse verlassen und zum EC Sommerau wechseln. Der Kaufpreis, dreißig Kisten Panther (Puntigamer), war zu verlockend. „So leid es uns tut“, gibt FCS-Spielertrainer Bertl Sorger zu Protokoll, „mit derartigen Summen kann ein kleiner Verein nicht mithalten.“ Mit dem regionalen Superstar wird Sommerau im Herbst ein ernst zu nehmender Konkurrent um die Krone in der zweiten Unterklasse werden. Ein taktischer Winkelzug der Sonderklasse. Dies umso mehr, als bei Steinhaus der Veteran Richard Pink (61) die Fußballschuhe nach einer schmerzlichen Verletzungsserie an den Nagel hängen musste. (hws)

Reaktionen an: hans-werner.scheidl@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.06.2017)

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