Pizzicato

Mensch und Tier

Pandas tragen dieser Tage Schwarz: Denn Bärin Basi, der älteste Panda der Welt, ist 37-jährig in China verstorben.

Aber so ist das auf dieser Welt, alles ändert sich, alles ist im Fluss. „Panda rhei“, wie schon die alten Griechen über die Bären zu sagen wussten.

Auch von einem zweiten Giganten musste man sich leider verabschieden: von Big Otto Wanz (74), der Telefonbücher im Sekundentakt zerriss und als Catcher auf dem Heumarkt bejubelt wurde, als dieser noch Weltkulturerbe war. Jüngeren muss man freilich erklären, was das damals war – also Telefonbücher. Als im Nationalratssaal zuletzt die Abrissarbeiten begannen, konnte man beim Festnetztelefon hinter dem Plenum immerhin noch ein Telefonbuch von 2002 finden. Heute kann man höchstens sein iPhone zerreißen. Was bei Preisen ab 1149 Euro aufwärts ein teurer Spaß ist. Dafür erkennt das iPhone aber am Gesicht, von wem es gerade zerrissen wird.

Zum Wählen braucht man das iPhone X nicht. Das darf man in genau einem Monat auch so tun. Demokratie gibt es, wie man nun herausgefunden hat, aber auch beim afrikanischen Windhund. Per Niesen wird abgestimmt, ob man auf Jagd gehen soll. Auch dort kann man also schon vor der Wahl die Nase vollhaben. Ursprünglich wollten die Tiere ja per Briefwahl abstimmen. Sie verwarfen diese Idee aber nach den Erfahrungen aus Österreich als zu unsicher. (aich)

Reaktionen an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Meistgekauft
      Kommentar zu Artikel:

      Mensch und Tier

      Schließen

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.