Pizzicato

Nordmazedonien

Der Standort bestimmt den Standpunkt? Nicht immer. Manchmal bleibt der Standort gleich – und rund herum dreht sich alles.

Es muss jedenfalls ein eigenartiges Gefühl für die Bewohner der Republik rund um Skopje sein: Jahrzehntelang haben sie in Südslawien – nicht anderes heißt Jugoslawien wörtlich übersetzt – gelebt. Und nun auf einmal leben sie in Nordmazedonien. Obwohl sie sich keinen Millimeter bewegt haben.

Europa hat nun also wieder einen Staat mit einer Himmelsrichtungsbezeichnung – die Zeit von Ostdeutschland und Westdeutschland ist ja schon ein wenig her. „Nordzypern!“ werden die Pedanten jetzt einwenden – aber die ignorieren wir.

Wobei man sagen muss: Länder mit Nord- im Namen sind immer irgendwie auch Problemkinder. Allerdings: Onkel Donald aus Nordamerika weiß nun, wie mit diesen umzugehen ist. Das nächste Gipfeltreffen in Skopje ist also nur noch eine Frage der Zeit. Zumal hier in Nordmazedonien ja auch jene Fake-news-Fabrik steht, die die Amerikaner im vergangenen Wahlkampf mit Informationen versorgte.

Vielleicht kann Trump aber vorher auch noch Streit in Osterreich (Achtung, Pointe!) schlichten. Und Lehrergewerkschafter Paul Kim-Berger ins Gewissen reden. (oli)

Reaktionen an: oliver.pink@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.06.2018)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Nordmazedonien

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.