Das Finale der Krawatte

Was verbindet Frankreich mit Kroatien? Die Fahne, werden Sie jetzt sagen, die Trikolore. Richtig! Die eine ist quergestreift, die andere längstgestreift.

Zwei schillernde Staatspräsidenten, werden Sie nun vielleicht noch hinzufügen. Und das Meer. Und ja, während der napoleonischen Zeit war das überhaupt alles ein Land: Kroatien gehörte als Teil der „Illyrischen Provinzen“ zu Frankreich. Kärnten und Osttirol übrigens auch, aber das ist jetzt eine andere Geschichte.

Und was noch? Ja – noch einmal richtig! –, die Krawatte. Im Dreißigjährigen Krieg entdeckten französische Soldaten an ihren kroatischen Kombattanten bunte, mit einem Knoten gebundene Halstücher, die sie dann alsbald selbst trugen und cravate nannten (von hrvat – Kroate). Ohne Diorić kein Dior. Nicht nur beim Internet war das Militär also stilbildend.

In diesem Internet wurde übrigens jüngst eine Studie des Universitätsklinikums Kiel publiziert, derzufolge zu eng gebundene Krawatten den Blutzufluss ins Gehirn um 7,5 Prozent reduzieren sollen. Gut, dass es bei den heutigen Dressen keinen Krawattenzwang mehr gibt.

Wobei Sie jetzt noch einwerfen werden: Crevetten! Ja, auch davon haben Franzosen und Kroaten im Übermaß. (oli)

Reaktionen an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.07.2018)

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