Donalds Tafelrunde

Kim Jong-un brachte gegenüber dem US-Präsidenten seine volle Solidarität zum Ausdruck.

Kim Jong-un, Donald Trumps Brieffreund in Pjöngjang und neuer, bester Buddy, brachte gegenüber dem US-Präsidenten seine volle Solidarität zum Ausdruck. Wenigstens das. In einer Kabinettssitzung im Weißen Haus kam indessen Trumps Tafelrunde zusammen.

Donald Trump: Wer von euch miesen Ratten, nichtsnutzigen Würmern, zurückgebliebenen Zwergen mich an die Fake News verraten hat, der trete vor – oder er möge verdammt sein, auf ewig in der HÖLLE zu schmoren, aufgespießt und gebraten wie ein Würstchen.

Mike Pence (Vizepräsident): Gelobt und gepriesen seist du, großer Führer, Leitstern der Weisheit, Demut und Güte. Ich bin frei von Schuld und Sühne, und Gott ist mein Zeuge. Halleluja.

James Mattis (Verteidigungsminister): Wer würde es wagen, größter Präsident aller Zeiten, dir den Gehorsam zu versagen? Schande über den Unwürdigen, ihm gebührt Tod durch den Strang.

John Kelly (Stabschef): Herr und Meister, ich werfe mich vor dir in den Staub. Nie käme es mir in den Sinn, dich in die Irre zu führen oder unflätige Worte über dich in den Mund zu nehmen.

Jeff Sessions (Justizminister): Allwissender Titan, wir knien nieder vor dir und flehen um Gnade und Großmut. Ewiger Dank, Amen.

Trump: Heuchler, Gesindel, Geschmeiß. Fort mit euch! Ich brauche niemanden. Ich werde fortan ganz ALLEIN regieren. (vier)

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.09.2018)

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