Hi(gh) im Weißen Haus

Seltsame Dinge geschehen im Weißen Haus – fast so, als hätten die Vormieter, die Bushs, Clintons und Obamas, einen bösen Fluch hinterlassen.

Da behauptet die First Lady in ihrem ersten TV-Interview allen Ernstes, sie sei die meistgemobbte Person auf der Welt – „on the world“, by the way, wie sie in ihrem Pidgin-Englisch sagte. Wenn die slowenische Sphinx doch nur geschwiegen hätte . . .

Die Tugend des Schweigens ist den Trumps indes nicht gegeben. Selbst der Patriarch, der Entertainer-in-Chief, war aber bass erstaunt über die Performance von Kanye West im Oval Office und dessen Monolog über Gott und die Welt, der sogar ihm die Show stahl. In der roten Kappe mit dem Aufdruck „Make America Great Again“ fühle er sich wie Superman, schwadronierte West. Trump blieb nichts übrig, als eifrig zu nicken über seinen neuen Best Buddy. Umso mehr, als ihn Superstar Taylor Swift mit ihrer Wahlempfehlung für die Demokraten enttäuscht hat. „Ich mag sie jetzt 25 Prozent weniger.“ Fehlte nur, dass der Hip-Hopper, der „Hubby“ von Kim Kardashian, gesungen hätte. Er rockte das Haus auch so.

War Kanye West „high“, wie Elvis Presley bei dessen Treffen mit Richard Nixon im Weißen Haus, als er ankündigte, den Anti-Drogen-Feldzug anzuführen? Wir wissen, welches Ende der tablettensüchtige „King“ nahm – und wie es für Mr. Nixon ausging. (vier)

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2018)

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