Feiertage

Gibt es in Österreich zu viele Feiertage? Natürlich nicht.

Gibt es in Österreich zu viele Feiertage? Natürlich nicht. Es sollte viel mehr geben. Um die an sich feiertagskritische Wirtschaft an Bord zu holen, wird künftig der Black Friday Feiertag (analog zum 8. Dezember: Alle haben frei, nur die Handelsangestellten nicht). Für die Autoindustrie gibt es zusätzlich noch einen Carfreitag im Jahreskalender. Nicht zu verwechseln mit Karfreitag: Den bekommen künftig auch die Katholiken frei, weil den wenigen Evangelischen im Land an diesem Tag sonst langweilig ist.

Angesichts der Überzahl an kirchlichen Feiertagen fällt auf, dass es bisher noch zu viel zu wenige politische Feiertage gibt. Bisher hatte nur die SPÖ einen – mit dem 1. Mai. Künftig gibt es auch für die ÖVP einen, ja sogar zwei: einen für die alte schwarze ÖVP (in Diskussion sind Leopold Figls Geburtstag oder Reinhold Mitterlehners Demissionstag) und einen für die neue türkise ÖVP, da dürfte es der 15. Oktober werden. Die SPÖ will dem aber nur zustimmen, wenn zu Bruno Kreiskys Geburtstag wenigstens die Schulkinder freibekommen.

Die FPÖ bekommt einen blauen Montag pro Jahr, Grünen-Anhänger bekommen selbstredend am Gründonnerstag frei. Die neoliberalen Neos hingegen wollen keinen weiteren Feiertag: Sie würden sich mit einem Fenstertag zufriedengeben. (oli)

Reaktionen an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.01.2019)

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