Jetzt auch noch Insta!

Es war die Überraschung – und auch Erkenntnis – des Osterwochenendes: Es kann einen auch auf Instagram erwischen.

Es war die Überraschung – und auch Erkenntnis – des Osterwochenendes: Es kann einen auch auf Instagram erwischen. Wie der Fall Amani/Rützel zeigt. Dieser in Kurzform: Eine deutsche Komikerin (mit Migrationshintergrund) will nicht mehr Komikerin genannt werden. Eine „Spiegel“-Journalistin macht sich darüber lustig – und erntet Rassismusvorwürfe und einen Shitstorm. Ausgelöst via Instagram.

Nun ist so etwas auf Twitter, dem Kasperltheater für (angebliche) Erwachsene, Alltag. Aber auf Instagram? Der netten, harmlosen „Wow, siehst du heute aber wieder toll aus!“-Plattform? Bislang undenkbar. Viele User fragen sich seither bang: Wo ist es jetzt noch sicher im Netz? Wo soll man hin? Wo findet man einen Safe Space, in dem einen alle super finden? Schwierig. Manche wollen es jetzt einmal mit dem echten Leben probieren. Aber das Problem ist: Nicht einmal da finden einen alle super.
Es wird also eine neue Internet-Plattform brauchen. Eine, die so nett ist, wie es Facebook und Instagram einmal waren. „Aber gibt es nicht ohnehin schon zu viele Internet-Plattformen?“, werden Sie jetzt einwenden. Möglich. Aber so lange es noch nicht so viele gibt wie E-Scooter-Anbieter in Wien, ist die Welt noch halbwegs in Ordnung. (oli)

Reaktionen an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.04.2019)

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