Urlaub für alle!

Das war nur der Anfang.

Wiener Lehrer bekommen einen Tag zusätzlichen Urlaub, weil sie Zeugnisse doppelt ausdrucken mussten. Denn es sei nicht ausreichend, für diesen „sehr hohen Aufwand“ mit schönen Worten zu danken, erklärte Bildungsdirektor Heinrich Himmer.

Das war aber nur der Anfang. So erhalten Wiens Gärtner einen zusätzlichen Tag frei, weil sie die Pflanzen wegen der Hitze öfter bewässern mussten. „In diesem Fall ist es in Ordnung, Sozialleistungen nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen“, hieß es dazu aus der Stadtregierung. Auch die Mitarbeiter der MA 48 bekommen Sonderurlaub. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass sie die Kübel nicht nur auf-, sondern auch wieder zumachen müssen. „Es wäre ein schöner Mist, würde das nicht honoriert werden“, erklärte die Gemeinde. Wiens Bademeister haben sich erst recht einen freien Tag verdient. „Sie müssen beim Schwimmen um Längen mehr leisten als andere Bedienstete“, erklärte die Stadt. Politessen bekommen an ihrem Sonderurlaubstag sogar eine Einladung ins Rathausbuffet. Man fand nämlich heraus, dass sie trotz ihres Namens noch nie an einem Politessen teilnehmen durften.

Aber auch die Mandatare im Rathaus haben sich Sonderurlaub verdient. Denn Recherchen ergaben, dass sie nicht nur im Gemeinderat, sondern auch noch im Landtag sitzen müssen.  (aich)

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.07.2019)

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