The Dark Side of the Moon

Der Mond wird fünfzig. Entdeckt zu einer Zeit, als man Rackete nur mit k geschrieben hat. Seither hat man sich am Mond jedoch weidlich sattgesehen.

Das Licht geht an, das Licht geht aus. Viel mehr tut sich da nicht. Wenn diese Sache mit Ebbe und Flut nicht wäre, könnte man sich fragen: Was hat der Mond je für uns getan? Selbst als Urlaubsdestination ist er reichlich unattraktiv. Gut, es gibt den Mondsee – aber das war's dann auch schon.

Der Mond ist für die Erde in etwa das, was Gernot Blümel für Sebastian Kurz ist. Das erklärt dann allerdings auch die relative Anziehungskraft der Partei. In der SPÖ hingegen ist jeder sein eigener Planet. Die einen kommen von der Venus, die anderen vom Mars. Und Franz Voves kam seinerzeit von der Merkur-Versicherung. Einen Fred vom Jupiter hatten sie einst auch. Ein sonderlicher Glücksbringer war er aber auch nicht.

Aber wir schweifen ab. Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, beim Mond. Das Beste am Mond ist wahrscheinlich noch, dass er seine Form verändert, das hat immerhin ein wenig Unterhaltungswert. Sonst hängt er einfach nur so im All rum.

Aber vielleicht hat er noch eine große Zukunft vor sich, der Mond. Denn wenn Sebastian Kurz einmal nicht mehr will, übernimmt schließlich auch Gernot Blümel seine Rolle.(oli)

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[PLV3R]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.07.2019)

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