Heiterer Prinzgemahl

Mit Vollendung seines 98. Lebensjahres hat er sich das Landleben wahrlich spät verdient: Philip, Herzog von Edinburgh, geboren als Prinz von Griechenland und Dänemark.

Die Fernbeziehung zu Elizabeth II. funktioniere gut, liest man. Wir werden seine erfrischenden Bonmots vermissen. Etwa die treffende Frage an seine soeben gekrönte Gattin 1953: „Wo hast du diesen Hut her?“ Oder: „Erst fordern alle mehr Freizeit, und dann beschweren sie sich, dass sie arbeitslos sind!“ 1983 traf er in San Francisco auf die Bürgermeisterin und lauter Mitarbeiterinnen: „Gibt's hier keine männlichen Staatsbeamten? Das ist ja eine Nanny-Stadt!“ Böse. Legendär der Rat an einen britischen Studenten, den er in China traf: „Wenn Sie zu lang hierbleiben, bekommen Sie Schlitzaugen.“ Man machte ihn zum WWF-Ehrenpräsidenten, was aber nicht vor seinem trockenen Humor schützte: „Wenn es vier Beine hat und kein Stuhl ist, wenn es zwei Flügel hat, aber kein Flugzeug ist, und wenn es schwimmt und kein U-Boot ist, werden es die Kantonesen essen“, urteilte er. Und als man ihm in Neuseeland anbot, einmal ein Schaf zu scheren, lehnte er entsetzt ab: „Am Ende verletze ich das Tier, und Hammelfleisch hatten wir auf diesem Besuch weiß Gott schon genug!“ Jetzt kann er täglich essen, was ihm beliebt. Gratulation! (hws)

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[PMDHC]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.07.2019)

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