Noblesse oblige

Der Herzog von Sussex, den wir als enge Freunde Prinz Harry rufen dürfen, sorgt erneut für Schlagzeilen.

Dieses Mal geht es jedoch weder um nackte Beschwipstheit in Las Vegas oder seine spaßige Idee, im Fasching als Nazi zu gehen. Nein, die Vaterschaft hat den Herzog zum Manne reifen lassen, und so erklärte er in einem vorab veröffentlichten „Vogue“-Interview mit der Schimpansenforscherin Jane Goodall, er gedenke nur noch ein zweites Kind zu zeugen, des Umweltschutzes wegen. Ein löbliches Ansinnen zur Begrenzung des ökologischen Fußabdruckes, welchen das Haus Windsor dem Planeten aufprägt, zumal ja Europa mit seinen exorbitanten Geburtsraten hauptsächlich für die globale Bevölkerungsexplosion verantwortlich ist. Ähnliche Umweltbedenken dürften vermutlich hinter Harrys Entscheidung stehen, die beengten Lebensverhältnisse im Kensington Palace zu verlassen und um umgerechnet 2,6 Millionen Euro Frogmore Cottage, das bisher aus fünf separaten Wohnungen bestanden hatte, in eine einzige für Gattin, Sohn und sich umzubauen. Der Herzog und die Herzogin von Sussex werden ihre Naturliebe übrigens im Herbst im Rahmen eines Staatsbesuches in Südafrika ausleben; ob die Anreise dorthin nach Greta Thurnbergs Vorbild und somit klimaneutral auf einer Segeljacht vonstatten gehen wird, ist vorerst nicht bekannt. (go)

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.08.2019)

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