Kurz-TV

Es ist ein Wahlkampfschlager, mit dem Sebastian Kurz von Altach bis nach Mattersburg punkten will: Die österreichische Bundesliga soll zurück ins Free-TV. Doch das ist noch nicht alles.

Denn Programmmacher Kurz will nun auch die Topserien von Netflix ins Free-TV holen. Etwa „Stranger Things“ – eine Serie über Regierungsexperimente, in der der junge Hauptdarsteller Walter Maisinger mit einem mysteriösen Trick Festplatten verschwinden lässt. Ebenfalls in den ORF kommen soll die Serie „Orange ist the New Black“. Darin geht es um eine Gruppe Kärntner, die das lang verschollen geglaubte BZÖ zu einer beliebten Volkspartei machen wollen. Schließlich müssen sie aber erkennen, dass doch Türkis das neue Schwarz ist. In „Haus des Geldes“ geht es um ein Gebäude in der Wiener Lichtenfelsgasse. Es erhält viel Geld, aber niemand merkt es, weil es in Tranchen überwiesen wird.

Per Gesetz verhindern will Kurz auch, dass Parlamentssitzungen ins Pay-TV wandern. Zuletzt ist ja gemunkelt worden, dass Sky an den Exklusivrechten für die Nationalratsdebatten dran ist, während Dazn den Zuschlag für die Bundesratssitzungen bekommt. Kritiker werfen dem ÖVP-Chef freilich vor, dass sein Vorschlag nicht ganz uneigennützig sei. Wie, außer im TV, sollte Kurz schließlich sehen können, was im Parlament passiert? (aich)

Reaktionen an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.08.2019)

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