Leserbriefe

Diese kleine tägliche Kolumne, eine Erfindung von Dieter Lenhardt vor undenklich langer Zeit, sie gibt sich deswegen so bescheiden, weil sie Platz lässt für Wichtigeres nebenan – für die gänzlich unbezahlten Mitarbeiter dieser Redaktion, die Leserbriefschreiber.

Ihnen ist's Lohn genug, abgedruckt zu werden und auf diese Weise die Meinungsbildung zu beeinflussen. Sie schicken unablässig – und wir leben gut davon. Leserbriefe, wenn sie gehaltvoll sind, kann man mit der Würze zur Verfeinerung eines Gerichts vergleichen.

Politik, Kunst, Technik, bisweilen auch nur einen Aphorismus: Das sind die Themen, die hier abgehandelt werden. Man hat eine Meinung, müht sich ab, diese richtig zu formulieren, feilt daran, kurz, prägnant, trotzdem umfassend, entblößt Hirn, Herz und Seele, ist bereit, sich der öffentlichen Diskussion zu stellen, schickt ab. Und dann? Dann beginnt das bange Warten, ob man wohl die richtige Wortwahl getroffen hat – oder ob im Blatte (ganz simpel) wieder einmal zu wenig Platz zur Verfügung stand. Wie auch immer – der Lehrsatz eines alten Chefredakteurs der „Times“ hat über die Zeiten hinweg seine Gültigkeit bewahrt: „Die Qualität einer Zeitung erkennt man auch an ihrem Umgang mit den Geschenken ihrer Leser.“ (hws)

Reaktionen an: hans-werner.scheidl@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.08.2019)

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